Welche Formen antirassistischer und antikolonialer Aktivitäten gab es in Hamburg in der Zeit der Weimarer Republik? Dieser Frage geht die Historikerin Gisela Ewe in ihrer Studie nach und untersucht dafür die sozialen Bewegungen jener Zeit. Anhand von Archivquellen und historischen Zeitungsberichten stellt sie anschaulich die Vielfältigkeit, aber auch die Widersprüchlichkeiten des antikolonialen Spektrums in Hamburg dar. Sie zeigt auf, dass antirassistische und antikoloniale Solidarität lokaler Akteur*innen nicht selbstlos, sondern stets mit eigenen Interessen verknüpft war. So führte die Zusammenarbeit zwischen „Schwarz und Weiß“ auch immer wieder zu Konflikten, bevor sie durch die nationalsozialistische Machtübernahme 1933 zu einem jähen Ende kam.
Gefördert durch die Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Kultur und Medien
Eintritt: 8 Euro
Ort: Buchladen in der Osterstraße, Osterstraße 171, 20255 HamburgZurück
