Der Film über den Lithiumabbau in Bolivien und seine gesellschaftlichen Folgen geht am 22.10.2026 ins Kino. Am 18.10. ist Regisseur Jens Schanze als Gesprächsgast anwesend, um über den Film zu sprechen. Es geht um das weltweit größte Lithiumvorkommen in den bolivianischen Anden. Die Europäer wollen den Rohstoff, um ihre Automobilindustrie zu retten. Die Bolivianer wollen ihn nutzen, um die Armut zu überwinden. Europäische Unternehmer und EU-Diplomaten verhandeln mit der bolivianischen Regierung. Auf dem Land mobilisieren sich zivilgesellschaftliche Gruppen, hauptsächlich von Frauen organisiert. Der Film bietet einen Einblick in die strategischen Verhandlungen der Europäer und beleuchtet die unterschiedlichen Haltungen eines Bauern, einer Lamahirtin, einer Minenwächterin, einer Anwältin, eines Bergarbeiters und einer politischen Aktivistin in Bezug auf die geplante Industrialisierung Boliviens durch ausländische Unternehmen. Zitate eines indigenen Zeitzeugen des 16. Jahrhunderts eröffnen einen Blick aus der Perspektive der damaligen Bevölkerung. So entsteht die Frage: Sind wir bereit zur Dekolonialisierung?
Ort: 3001 Kino, Schanzenstraße 75, 20357 HamburgZurück
