Viele kennen vielleicht die Begriffe ökologischer Fußabdruck, Co2-Fußabdruck oder Wasserfußabdruck. Jetzt könnt ihr auch euren Fashion-Fußabdruck ermitteln.
Der Fashion-Fußabdruck ist ein Projekt von Abenteuer Regenwald e.V. und wurde gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Seit nahezu 20 Jahren vermittelt Abenteuer Regenwald e.V. hochwertiges Wissen rund um den Regenwald, seine Bedrohungen und was junge Menschen zu seinem Erhalt tun können.
Fair Fashion versus Fast Fashion
Fangen wir an mit der fair gehandelte Mode. Fair gehandelte Mode steht für Kleidung, die unter sozial gerechten und ökologisch nachhaltigen Bedingungen produziert wird. Sie verbindet faire Arbeitsbedingungen, Umweltschutz und Transparenz in der Lieferkette.

Fairjeans, nur ein Beispiel fairgehandelter Mode
Was bedeutet fair gehandelte Mode?
- Faire Löhne und Arbeitsbedingungen: Arbeiter*innen erhalten existenzsichernde Löhne, sichere Arbeitsplätze und angemessene Arbeitszeiten.
- Keine Ausbeutung: Verbot von Kinderarbeit und Zwangsarbeit.
- Umweltschutz: Verwendung nachhaltiger Materialien wie Bio-Baumwolle, Recyclingstoffe oder innovative umweltfreundliche Fasern.
- Transparenz: Nachvollziehbare Produktionsketten, oft mit Zertifizierungen.
Und was ist Fast Fashion?
Fast Fashion ist ein Begriff für eine Modeindustrie, die darauf abzielt, möglichst schnell und kostengünstig aktuelle Modetrends in Massenproduktion herzustellen und in den Handel zu bringen. Dabei entstehen oft folgende charakteristische Merkmale:
- Schnelle Produktion: Neue Kollektionen werden innerhalb von Wochen statt Monaten entworfen und produziert.
- Billige Preise: Kleidung wird zu sehr niedrigen Preisen verkauft, um häufiges Kaufen zu fördern.
- Hohe Menge: Große Mengen an Kleidungsstücken werden produziert und schnell ausgetauscht.
- Trendfokussiert: Starke Orientierung an aktuellen Modetrends, oft inspiriert von Laufstegen und Social Media.
Nachhaltigkeitsprobleme von Fast Fashion
- Umweltbelastung: Hoher Wasserverbrauch, Pestizideinsatz bei Baumwolle, Mikroplastik durch synthetische Fasern, CO₂-Emissionen durch Transport und Produktion.
- Abfall: Große Mengen unverkaufter Kleidung landen auf Mülldeponien oder werden verbrannt.
- Arbeitsbedingungen: Häufig schlechte Arbeitsbedingungen und niedrige Löhne in Produktionsländern.
- Kurzlebigkeit: Kleidung wird oft nur wenige Male getragen und dann entsorgt.
Nachhaltige Alternativen
- Slow Fashion: Qualität statt Quantität, langlebige Materialien und zeitlose Designs.
- Secondhand: Kleidung gebraucht kaufen oder tauschen.
- Faire Mode: Marken, die auf faire Arbeitsbedingungen und nachhaltige Materialien achten.
- Bewusstes Konsumieren: Weniger, aber bessere Kleidung kaufen und reparieren.







