Kaffee, Kakao und Nasenbär von PERÚ PURO
Der Weltladen gratuliert. Die kleine und noch junge Fairhandelsfirma PERÚ PURO hat den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2025 in der Kategorie Back- & Süßwaren gewonnen! PERÚ PURO hat sich gegen starke Konkurrenz durchgesetzt und wurde tatsächlich als Deutschlands nachhaltigstes Back- und Süßwarenunternehmen ausgezeichnet. Eine Fachjury von insgesamt 240 Branchenexperten und -expertinnen kommt zu dem Schluss: PERÚ PURO ist ein echter Vorreiter.
Viele KundInnen schätzen schon seit einigen Jahren den Gourmet-Kaffee aus dem Urubambatal in Peru. Die Kaffeesträucher wachsen auf über 1.800 m Höhe an den Berghängen des Tals in artenreichen Mischkulturen, die die Biodiversität und das Klima schützen. So wird zum Beispiel für den sortenreinen Single-Origin-Hochlandespresso ausschließlich die seltene, aromatische Kaffeesorte Tipica, die wohl älteste Arabica- Sorte der Welt, verwendet. PERÚ PURO bezieht diesen besonderen Bio-Rohkaffee direkt von den Kleinbauernfamilien der Kooperative Chaco Huayanay. Der frisch geerntete Kaffee wird in einem speziellen Verfahren exklusiv für PERÚ PURO veredelt. Dabei wird der Rohkaffee auf der Pulpe fermentiert und anschließend im Schatten getrocknet. Dieser Prozess dauert über drei Wochen und garantiert den einzigartig milden, säurearmen und facettenreichen Geschmack. Im traditionellen Trommelröster wird der Kaffee frisch und in Kleinstmengen handwerklich geröstet.
Für die Verpackung hat der peruanische Künstler Willian Mamani Loayza aus Cusco Regenwaldtiere gezeichnet, deren Lebensraum PERÚ PURO durch das Projekt schützt, so z.B. den Nasenbären (Nasua nasua). Er ist Teil der atemberaubenden Tierwelt des Bergregenwaldes von Peru. Ähnlich verhält es sich mit dem Ur-Kakao aus dem Urubambatal.
Der Kakao wächst in artenreichen Agroforstsystemen. Solche Gebiete sehen auf den ersten Blick wie Regenwald aus, weil hier bis zu 70 verschiedene einheimische Baumarten stehen, zwischen denen sich einzelne Kakaobäume verstecken. Bodendeckerpflanzen schützen vor Erosion, sorgen durch Stickstoffbindung für Gründüngung und schaffen gutes Klima und Lebensraum für viele Nützlinge. In diesen „grünen Teppich“ werden dann Kakaobäume und andere Nutzpflanzen angepflanzt. So entstehen nach und nach waldähnliche Strukturen, in denen dauerhaft viele Nutzpflanzen und auch Kakao produziert werden.
Im Rahmen ihrer Forschung an der Universität Würzburg gründete die Tropenbiologin Dr. Frauke Fischer 2003 eine Managementberatung mit dem Schwerpunkt Biodiversität. Im Jahr 2015 initiierte sie zusammen mit ihrem Kollegen Arno Wielgoss die Fairhandelsfirma PERÚ PURO, um Kleinbauern im abgelegenen Urubambatal in Peru einen fairen Marktzugang für ihren hochwertigen Bio-Urkakao Chuncho und weitere Produkten zu bieten. Fischer und Wielgoss arbeiteten über viele Jahre in der Diversitätsforschung zusammen und entschieden 2015, dass das Projekt in Peru nicht daran scheitern dürfe, dass niemand den Kleinbauern einen fairen Preis für den einzigartigen Kakao bezahlen möchte. Bei PERÚ PURO gibt es keine Zwischenhändler. Den Kleinbauern wird mindestens das Doppelte des Bio-Fair-Trade-Mindestpreises gezahlt, und das direkt vor Ort am Hoftor. Den Preis legt PERÚ PURO immer gemeinsam mit den Kooperativen fest. Die Ernte wird vorfinanziert, damit niemand einen Kredit aufnehmen muss.
Die im Weltladen erhältlichen CHUNCHO GOLD Grand Cru Schokoladen sind echte Gourmet-Raritäten. Eine Sorte, eine Lage, ein Jahrgang, frei von Zusätzen. Sie sind durch Schweizer Chocolatierskunst veredelt, harmonisch im Geschmack und zartschmelzend.
(Quelle: perupuro.de)
Text von Doris Häring
