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Unterwäsche – neu, fair, naturschön!
„Gibt es neben T-Shirts, Socken und Schlafanzügen auch faire Unterwäsche?“ Diese KundInnen- Frage ist nun beantwortet. Das neue, vielfältige Wäschesortiment für Frauen und Männer hält Einzug in den Weltladen.
COMAZO/EARTH gehört zum traditionsreichen deutschen Unterwäschehersteller COMAZO. Die nachhaltige und modische Unterwäsche wird in eigenen Werken unter fairen Bedingungen produziert. COMAZO EARTH verbindet hohe Qualität mit ökologischer Verantwortung. Baumwolle ist ein viel gehandelter Agrarrohstoff. Obwohl die Produktion in 75 Ländern der Welt stattfindet, wird der größte Teil der jährlich geernteten Baumwolle in China, Indien, den USA, Pakistan und Brasilien produziert. Hohe Subventionen, die LandwirtInnen in reichen Ländern vor Marktschwankungen schützen sollen, schaffen einen globalen Markt mit künstlich niedrigen Preisen. Dies setzt Kleinbäuerinnen und -bauern in Ländern des Globalen Südens unter Druck. Klimawandel, steigende Produktionskosten und schwankende Marktpreise machen es für viele kleine BaumwollproduzentInnen schwer, ein Einkommen zu erzielen, von dem sie leben können. Sie stehen am Ende einer langen Wertschöpfungskette, in der sie wenig Macht oder Einfluss haben.
„Baumwolle ist für uns wie Gold. Unser Lebensunterhalt ist vom Baumwollanbau abhängig.“
~ Munnalal Makwana, Fairtrade- Baumwollbauer, Indien
40 000 Fairtrade Baumwollfarmer gibt es weltweit, wobei in Indien die mit Abstand meiste Fairtrade zertifizierte Baumwolle angebaut wird.
- Der Fairtrade-Mindestpreis bietet ein Sicherheitsnetz in Zeiten von Preisschwankungen, während die Fairtrade-Prämie zusätzlich zum Verkaufspreis gezahlt wird. Die BäuerInnen entscheiden gemeinsam, wie sie die Prämie in Projekte vor Ort investieren. MitarbeiterInnen von COMAZO EARTH bewerben die Produkte selbst. So spart man hohe Ausgaben für Model-Agenturen. Selbst engagiert sich das Familienunternehmen im Kliptown Youth Programme (KYP) im Armenviertel von Soweto/Südafrika, in dem die schulische Bildung von Kindern gefördert wird.
- 2016 führte Fairtrade den neuen Textilstandard und das Fairtrade-Textilprogramm ein, um Menschen auf allen Stufen der Textilproduktionskette zu erreichen – vom Baumwollfeld bis zum fertigen Kleidungsstück.
- Fairtrade arbeitet mit den Kleinbäuerinnen und Kleinbauern zusammen, um den Einsatz von Chemikalien zu reduzieren oder zu beenden, und unterstützt sie bei der Anpassung an den Klimawandel.
Bewusst wurde die neue Wäsche-Kollektion als Produkt des Monats April ausgewählt, wir gewähren 10% Rabatt!
Ende April jährt sich der verhängnisvolle Gebäudeeinsturz der Rana-Plaza-Textilfabrik in der Nähe von Dhaka, Hauptstadt von Bangladesch zum 13. Mal. 1200 Menschen wurden dabei getötet, ca 2500 verletzt. Zuvor entdeckte Risse waren ignoriert worden, die ArbeiterInnen angehalten weiterzuarbeiten. So befanden sich mehr als 3000 Menschen, größtenteils Textilarbeiterinnen, in der Fabrik, die in den Morgenstunden des 24.April 2013 zusammenbrach. Die NäherInnen hatten Kleidung für den Export produziert, u.a. für die Modefirmen Primark, C&A, KiK, Benetton etc. Der Gebäudeeinsturz in Sabhar hat die Rolle der Arbeitsbedingungen entlang der Lieferkette in den Vordergrund gerückt.
Seit Ende April 2013 sind die Proteste der TextilarbeiterInnen lauter und nachdrücklicher geworden. Statt des Niedriglohns von ca. 30 € im Monat wird jetzt ein Mindestlohn von 75 € monatlich gefordert. Durch „Rana Plaza“ wurden die Schattenseiten der globalisierten Textilindustrie international bekannt und führten zu einem Umdenken, wobei das im Frühjahr 2024 beschlossene deutsche Gesetz und die Verhandlungen über ein EU- Lieferkettengesetz gerade wieder eine Abschwächung erfahren. Erst 2029 soll es in Kraft treten und nur für Unternehmen ab 5000 Beschäftigten gelten.
Was können VerbraucherInnen tun?
- nicht bei Fast-Fashion-Labels kaufen,
- sich über Siegel informieren, beim Kauf darauf achten und nur konsumieren, was man wirklich braucht.
Die Textilindustrie ist noch immer von Ungerechtigkeit, Ausbeutung und mangelnder Transparenz geprägt. Umso wichtiger ist es, jetzt aktiv auf Missstände aufmerksam zu machen. Hier setzt COMAZO/EARTH an. Gemeinsame, europäische Verhaltenskodizes werden innerhalb der EARTH GmbH eingehalten und der Schutz von Arbeitnehmerrechten gewährleistet. Seit 2025 ist die EARTH GmbH anerkannter Lieferant des Weltladen-Dachverbands.
(Quelle: www.fairtrade.net)

