Vom Sofa aus….
Sogar als „Couch-Potato“ und nicht nur am „Welttag der Kartoffel“ (30.Mai) kann man etwas für die Biodiversität in den peruanischen Anden tun. Und natürlich den Bauern dort einen fairen Preis für ihr Produkt zahlen. Seit langem schon findet man im Weltladen die blauen und roten Fair Trade Kartoffelchips von der Kooperative AGROPIA im Sortiment. Und was steckt hinter der Tüte des Produkts des Monats Mai?
In den Anden werden mehr als 4000 Kartoffelsorten angebaut. Sie haben sich über die Jahrtausende hinweg entwickelt. Diese beeindruckende Vielfalt ist von enormer Bedeutung für die lokalen Gemeinschaften und ein kulturelles Erbe, das es zu bewahren gilt.
Für Sylvestre Quispe Clemente, Manager von AGROPIA, ist daher klar:
„Der Erhalt der einheimischen Kartoffelvielfalt ist nicht nur wichtig für die Sicherung der biologischen Vielfalt, sondern auch für die Ernährungssicherheit und die nachhaltige Entwicklung der Gemeinschaften, die sie anbauen.“
Gut 400 verschiedene Sorten umfasst der Kartoffelreichtum, den die Mitglieder von AGROPIA auf ihren Landflächen in Höhen von 3700 bis 4200 Metern kultivieren. Formen- und Farbenvielfalt ist enorm und reicht von weiß über gelb, blau, orange und lila bis hin zu bunten Farbkombinationen. Mit mehreren Saatgutbanken stellen die Mitglieder außerdem den Fortbestand der Nutzpflanzen systematisch sicher.
Die „papas nativa“ sind an die extremen klimatischen Bedingungen der Anden angepasst und resistenter gegen viele Krankheiten, die in Monokulturen häufig auftreten. AGROPIA stärkt damit die Widerstandskraft der Landwirtschaft in der Region und wappnet sie für die Herausforderungen der Klimakrise.
Für die Herstellung der Kartoffelchips werden nur traditionelle peruanische Kartoffelsorten, wie die Sorte „sumac soncco“ (schönes Herz) verwendet. Frittiert werden die Kartoffelchips mit fair gehandeltem Bio-Palmöl von Kooperativen in Ecuador. In den Anden haben sich 120 Kleinbauern 2008 zur Kooperative AGROPIA zusammengeschlossen und es sich zur Aufgabe gemacht, diese einzigartigen Kartoffel-Sorten zu bewahren.
AGROPIA setzt bewusst auf die Vermarktung über den Fairen Handel. Die Mitglieder sind stolz darauf, ihre Kartoffeln im Einklang mit der Natur anzubauen und dabei die traditionellen und nachhaltigen Methoden ihrer Vorfahren zu respektieren, womit sie ihre Lebensbedingungen und die ihrer Kinder verbessern und erhalten.
Die Förderung und Unterstützung von Frauen ist ebenfalls ein wichtiges Anliegen von AGROPIA. So sind verschiedene leitende Positionen der Kooperative mit Frauen besetzt. Der Faire Handel über Weltpartner wirkt sich nachhaltig auf den Lebensalltag der Kooperationsmitglieder aus. So können die Eltern ihre Kinder zur Schule schicken und selbst auch an vielen Bildungsangeboten teilnehmen.
Manchmal braucht man vielleicht eine kleine Tüte Chips – und eine Couch.
Blaue, rote, „grüne“ Kartoffelchips sind Produkt des Monats Mai, Rabatt -5%
