Faire Woche

Termin : Fr, 11.09.2020 bis 25.09.2020

Nachhaltige Produktions- und Konsummuster für ein gutes Leben – das Thema der Fairen Woche 2020

Die Faire Woche, größte Aktionswoche des Fairen Handels, beschäftigt sich in diesem Jahr mit der Frage, wie ein gutes Leben für möglichst viele Menschen erreicht werden kann. Wie müssen Produktions- und Konsummuster aussehen, damit sie nicht zu Lasten von Mensch und Natur gehen? Was kann der Faire Handel dazu beitragen und welchen Beitrag kann jede*r einzelne von uns leisten?

Das aktuelle System ist nicht zukunftsfähig

Der tägliche Blick in die Zeitung macht mehr als deutlich, dass die derzeitigen Produktions- und Konsummuster alles andere als nachhaltig sind. Mehr als 1 Mrd. Menschen leiden unter Hunger und Armut, Klimawandel und Artensterben gefährden unsere Lebensgrundlage und wachsende soziale Spannungen bedrohen in vielen Ländern die Demokratie. Und wie so häufig sind es die Menschen im Globalen Süden, die am stärksten von den Folgen betroffen sind. Diese Krisen werden aktuell durch die Corona-Pandemie noch verstärkt.

Auf dem Weg zu einem guten Leben …

… müssen sowohl die Produktions- als auch die Konsummuster auf ihre Nachhaltigkeit hin überprüft werden – so, wie es auch die Vereinten Nationen in Ziel 12 „Nachhaltige/r Konsum und Produktion“ der Nachhaltigen Entwicklungsziele fordern. Trotz aller negativen Auswirkungen bietet die Corona-Pandemie die große Chance, unser Konsumverhalten und unser Wirtschaftssystem zu hinterfragen. Der Maßstab für unsere Produktions- und Konsummuster darf nicht mehr sein, was wir uns vermeintlich leisten können, sondern was die Belastbarkeit der Erde zulässt – damit alle Menschen die gleichen Möglichkeiten haben, ein gutes Leben zu führen.

Der Faire Handel leistet einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele. Er stellt die Menschen in den Mittelpunkt, die durch politische, ökonomische oder andere Faktoren benachteiligt werden. U.a. mit langfristigen Handelsbeziehungen, höheren Einkommen, Beratungsleistungen und anderen Maßnahmen trägt der Faire Handel dazu bei, menschenwürdige Lebens- und Arbeitsbedingungen weltweit zu schaffen. Der Faire Handel setzt sich seit mittlerweile 50 Jahren für eine andere Form des Wirtschaftens ein und ist damit Teil der solidarischen Ökonomie. Sie ist durch einen respektvollen Umgang mit der Natur und den Geist der Kooperation statt der Konkurrenz gekennzeichnet. Gerade in der aktuellen Krise zeigt der Faire Handel, dass ein solidarischer Umgang mit Handelspartnern am Anfang der Lieferkette möglich und dringend erforderlich ist.

Quelle und weitere Informationen: https://www.faire-woche.de/die-faire-woche/faire-woche-2020/jahresthema-2020


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