Vielfalt ist wichtig für eine gerechte und zukunftsfähige Welt – in der Landwirtschaft genauso wie in unserer Gesellschaft. Doch genau diese Vielfalt ist an vielen Stellen bedroht. Ob Milch- und Obstbäuerinnen und -bauern in Deutschland oder Kakao- und Kaffeeproduzent*innen in Ghana oder Mexiko: Viele Erzeuger*innen können von ihrer Arbeit nicht leben. Das bedeutet oft, dass sie weder in eine nachhaltigere Produktion investieren, noch existenzsichernde Löhne zahlen können. Nicht selten müssen sie am Ende sogar ihren Betrieb aufgeben.

Immer weniger Konzerne dominieren die Lieferketten und diktieren unfaire Preise sowie unlautere Vertragsbedingungen. Gleichzeitig verschieben sich die Margen in der Lebensmittellieferkette immer weiter weg von der Landwirtschaft und hin zur verarbeitenden Industrie und dem Lebensmitteleinzelhandel. Der Druck auf Erzeuger*innen wächst.

Mit der anstehenden Reform der EU-Richtlinie gegen unlautere Handelspraktiken gibt es jetzt die Chance, einen gesetzlichen Rahmen für mehr Fairness in Lebensmittellieferketten zu schaffen. Deshalb haben sich viele Organisationen zusammengeschlossen, um Landwirtschaftsminister Alois Rainer aufzufordern, faire Preise gesetzlich zu verankern. Die Unterschriften werden während der Fairen Woche übergeben. Hier findest Du den Link, wenn auch Du jetzt den Appell für mehr Fairness in der Landwirtschaft unterschreiben möchtest oder Freund*innen, Kolleg*innen, Nachbar*innen usw. davon erzählen möchtest.


Quelle: Newsletter Forum Fairer Handel (Christoph Albuschkat, Julia Lesmeister, Noëlle Spillmann)

Foto: Fairtrade Česko a Slovensko