Viele der Ehrenamtlichen hatten ihr Interesse bekundet, und so führte der Ausflug des Weltladens diesmal in die Nachbarschaft. In der Umweltstation in Marktsteft wurde für zwei Stunden ein spannendes Programm angeboten. Eine Überraschung war schon, dass es in Bayern 67 Umweltstationen gibt. Seit 2024 gehört die in Marktsteft dazu, die am Alten Hafen in modern gestalteten ehemaligen Fabrikräumen untergebracht ist. Im Austausch mit Melissa Brod, der pädagogischen Fachkraft, wurde überlegt, welche der 17 Ziele der Agenda 2030 die Anliegen des fairen Handels berühren. Es konnte festgestellt werden, dass es zu allen Punkten Verbindungen gibt.
Auf der angrenzenden Wiese gab es ein interaktives Spiel, bei dem eine große Weltkarte zum Einsatz kam. Anhand der einzelnen Kontinente waren die Bevölkerungsdichte, die Höhe des Geldvermögens bzw. die Höhe des CO₂-Ausstoßes zuzuordnen. Trotz gemeinsamer Beratung im Team konnte nicht immer richtig geschätzt werden. Die Auflösungen, die sich auf der Karte eindrücklich betrachten ließen, sorgten bei allen Punkten für Erstaunen.
Ein Rundgang durch die derzeitige Ausstellung mit großformatigen Fotos mit kurzen Erklär-Texten von Fair-Handels-Produkten und zu deren Produzenten schloss sich an.
Danach fanden sich alle in der nebenliegenden Gaststätte zu einem gemütlichen Mittagessen zusammen. Dort wurden die neu gewonnenen Eindrücke noch einmal ausgetauscht. Darüber hinaus war Gelegenheit zu Fragen und Anregungen, die den Dienst im Weltladen betreffen. Da es den Weltladen Kitzingen nun bereits seit 35 Jahren gibt, sind einige der Ehrenamtlichen in einem Alter angekommen, in dem sie sich eine Ablösung durch jüngere Einsatz willige wünschen, die sich für den fairen Handel in der Eine-Welt-Gruppe Kitzingen e.V. stark machen und gegebenenfalls auch ein Amt im Vorstand übernehmen.



