Die Feier zum 30-jährigen Bestehen des Weltladens konnte Corona-bedingt nur intern stattfinden, doch diesmal, fünf Jahre später, waren die Kund*innen eingeladen mitzufeiern. Dass der Termin in die faire Woche fiel, passte gut. So bot sich die Gelegenheit für eine ganze Palette an Kostproben und Rezepten mit vielfältigen Zutaten aus fairem Handel.

Das spätsommerliche Wetter spielte mit und im und vor dem Weltladen kamen an zwei Tagen – Freitag und Samstag – bei fruchtigen alkoholfreien Cocktails schöne Gespräche zustande. Anhand alter Fotos wurden Erinnerungen ausgetauscht und der Werdegang des Weltladens nachvollzogen. Dass Kitzingen seit 2017 Fair-Trade-Stadt ist, das ist einem Anstoß aus der Eine-Welt-Gruppe zu verdanken. Viele treue Kunden, aber auch immer wieder neue, tragen dazu bei, dass der Verkauf der fair gehandelten Waren stabil bleibt. Schließlich sind die Erzeuger*innen in den Ländern des Südens darauf angewiesen, angemessene Preise für ihre Produkte zu erhalten, um für sich selbst und ihre Familien gut zu sorgen. Laut neuer Rückmeldungen der Kundschaft zu den Produkten sind die gut verträglichen Wüpaka Partner-Kaffees beliebt, ebenso die Tartuffi Trüffel-Sorten, die immer als Geschenk willkommen sind, oder die Schoko Noir Paranüsse, die sich sogar mit einer zuckerreduzierten Ernährung vereinbaren lassen.

In den zurückliegenden 35 Jahren wurden circa 1,75 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet und es konnten weit über 100.000 Euro an Spendengeldern an Projekte weitergegeben werden, die ebenfalls Hilfe zur Selbsthilfe bieten. Das alles ist nur möglich durch den ehrenamtlichen Einsatz von überzeugten Menschen aus Kitzingen und Umgebung, die den Weltladen am Laufen halten und die sich darüber hinaus in der Vereinsleitung engagieren. Der Weltladen ist zwar klein, nicht in 1a-Lage, aber er wird engagiert und mit Liebe geführt. Kitzingens Geschäftswelt wäre um eine Nuance ärmer, wenn dieses „Fachgeschäft für fairen Handel“ fehlen würde.