Gmünder Weltladen investiert in Klimaschutz in Bangladesch
Obwohl die Menschen in den Dörfern Nord-Bangladeschs zum Klimawandel fast nichts beitragen, leiden sie darunter: Die Erderwärmung führt zu mehr Verdunstung im indischen Ozean, dadurch zu mehr Regen an den Hängen des Himalajas und zu Überflutungen im Gebiet des Brahmaputras. Auf Anregung der Ärztin Dr. Ulrike Faust, die seit Jahren die Situation durch ihre Einsätze für German Doctors vor Ort kennt, engagiert sich der Gmünder Weltladen durch eine Spende im Klimaschutzprojekt von NETZ e.V., einer Organisation für Entwicklungs-Zusammenarbeit mit Bangladesch.
Es geht um Starthilfe für Menschen, die dem Klimawandel widerstehen.
Staatssekretär Norbert Barthle im Gmünder Weltladen
Wenige Tage nachdem viele Gmünder Bürger den Appell „Ausbeutung von Mensch und Umwelt stoppen! Faire Arbeitsbedingungen weltweit!“ unterzeichneten, wurden die Unterschriftslisten an den zuständigen Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit, Norbert Barthle, übergeben. Die Engagierten in der Eine-Welt-Arbeit erhoffen sich künftig in ihren Anliegen rasch Gehör zu finden – immerhin ist nun einer „unserer“ Abgeordneten Ansprechpartner im einschlägigen Ministerium. Bei dem kurzen Zusammentreffen im Weltladen zeigte sich Norbert Barthle sehr erfreut über diese neue Herausforderung, die ihm sehr am Herzen liegt.

Weltladen und Happy Voices
Der Gmünder Weltladen hatte eingeladen und der neu gegründete Chor Happy Voices kam am vergangenen Samstag zur Bananen-Verkostungsaktion im Rahmen der fairen Wochen zum Kalten Markt. Überraschend kamen die Sängerinnen und Sänger in Gruppen aus mehreren Straßen und Gassen in der Art eines Flashmobs und sorgten ihrem Namen entsprechend schon mit dem ersten spanischen Lied für eine heitere Atmosphäre. Den Passanten gefiel der Auftritt des Chors unter der Leitung von Gise Gräßle-Derer sehr, so dass sich der Platz immer mehr füllte. Die Ankündigung des Weltladens, vom Tagesumsatz zehn Prozent an das Klimaschutzprojekt UROCAL in Ecuador zu spenden, wurde von den Anwesenden durch ihren Einkauf tatkräftig unterstützt.
Faire Remstalgartenschau-Schokolade
Die Rems fairbindet – der Weltladen Schwäbisch Gmünd bietet ab sofort die faire Gartenschauschokolade an, die in den Weltläden entlang der Rems gemeinsam kreiiert wurde. Das Design stammt von der Schorndorfer Künstlerin Renate Busse. Zum Auftakt des Kartenvorverkaufs durch die Stadt Schwäbisch Gmünd konnte der Weltladen die quadratische Zotter-Schokolade auf dem Marktplatz anbieten – die Schokolade fand reißenden Absatz.

Geld FAIRändert die Welt
Spannende Fragen taten sich auf beim Vortrag von Herrn Götz von der Genossenschaft Oikocredit. Wollen Sie, dass Ihre Geldanlage mittels Kreditgewährung einer „normalen“ Bank in Rüstungsfirmen, Gentechniklabore oder Diktaturen fließt? Nein? Dann entscheiden Sie sich für eine ethische Geldanlage, die über Partnerkreditinstitute in Ländern des globalen Südens Kleinprojekte oder Entwicklungshilfeprojekte unterstützt.

Staatssekretär Christian Lange trifft neuen Vorstand
Staatssekretär Christian Lange besuchte den Gmünder Weltladen, um sich ein Bild von der Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter zu machen. Vorsitzende Cordula Reichert berichtete über einen Antrag im Verwaltungsausschuss an den Gemeinderat, der von Stadtverwaltung vorgelegt und vom Arbeitskreis Eine Welt begründet wurde. Dabei soll die Stadtverwaltung ermächtigt werden, eine Nachhaltigkeitsstrategie – wie vom Städtetag vorgelegt – auch für Gmünd zu entwickeln. Der faire Handel ist dabei ein wichtiger Baustein.
Zum Wegwerfen zu schade!
Bei Sekt und Häppchen konnten wieder Frauen Kleider, Acessoires und gute Ideen tauschen, wie man Mode im Alltag nachhaltig leben kann. Denn Jedermann kennt den inneren Zwist zwischen „Kleidungsstücke behalten, aber doch nicht mehr tragen und die guten Stücke in den Altkleidercontainer geben“. Sie wurden unter Einsatz von viel Mühen und Rohstoffen gefertigt und können doch noch Anderen einen guten Dienst erweisen.
Schwäbisch Gmünd erneut „Fair Trade Town“
Bereits zum dritten Mal erfüllte die Stadt Schwäbisch Gmünd die Kriterien für das Zertifikat „Fair Trade Town“ mit dem Arbeitskreis eine Welt…
Oberbürgermeister Richard Arnold bedankte sich bei Cordula Reichert, Arbeitskreis eine Welt und allen Beteiligten der Steuerungsgruppe für die erneute Zertifizierung „Fair Trade Town“ am Dienstag, 23. Oktober, und nahm die Auszeichnung in Empfang. Bereits zum dritten Mal darf sich die Stadt Schwäbisch Gmünd über die Qualifizierung freuen. Die Auszeichnung zur Fairtrade-Town soll aber nicht das Ziel, sondern erneut der Startschuss für viele weitere tolle Projekte in Schwäbisch Gmünd sein.

Reportage vom Gmünder Weltladen
Fair sein, fair bleiben
– Auszug aus dem Artikel in der Rems Zeitung vom 17.11.2018
Seit drei Jahren nun schon hat der Gmünder Weltladen sein neues Zuhause am Kalten Markt 29. Die Räumlichkeiten in der Münstergasse reichten irgendwann einfach nicht mehr aus. Am Kalten Markt nun ist Platz genug und die hellen Räume nahe der Innenstadt wirken sehr einladend. Hier werden sie nun verkauft, die Produkte, die fair gehandelt werden. Doch was genau bedeutet das eigentlich? Faire Produkte? Fairer Handel?
Im gesamten Fairen Handel stehen die Menschen und ihre elementaren Bedürfnisse im Vordergrund. Qualität bezieht sich hierbei nicht nur auf die Hochwertigkeit der Produkte, sondern auch auf die Sozialverträglichkeit im Herstellungs- und Vermarktungsprozess. Das bedeutet, dass Diskriminierung, ausbeuterische Kinderarbeit und Zwangsarbeit ausgeschlossen werden. Vorsitzende des Weltladens in Gmünd ist Cordula Reichert (großes Foto).
Dass sie einmal die Vorsitzende des Weltladens werden würde, das hat sich nicht etwa ihr ganzes Leben abgezeichnet. Im Berufsleben war sie Berufsschullehrerin.