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Neue Filmreihe

Erinnert ihr euch noch an die Filmreihe, die der Weltladen anlässlich seines 50jährigen Bestehens im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem UCI-Kino angeboten hatte? Sie war so erfolgreich, dass sie auch in diesem Jahr fortgesetzt wird. (Dem UCI sei gedankt)

Die ausgewählten Filme, die sich allesamt mit den Themen Nachhaltigkeit und fairem Handel auseinandersetzen, werden jeweils am letzten Mittwoch des Monats um 19.30 Uhr  gezeigt (mit einer kleinen Pause zur Sommerzeit). Der Ticketpreis liegt bei unschlagbar günstigen 7 Euro.

 

29. April 2026: „A Letter to David“ 

„A Letter to David“ richtet sich an David Cunio, einen Schauspieler, der mit seiner Frau und seinen Kindern im Kibbuz Nir Oz lebte, das die Hamas 2023 angriff. Er wie sein Zwillingsbruder Eitan verschanzten sich jeweils mit ihren Familien in Schutzbunkern. Während Eitan überlebte, wurden David, seine Frau und ihre beiden kleinen Töchter entführt und nach Gaza gebracht. Nach rund 50 Tagen kamen sie und die Kinder frei – er ist bis heute verschollen.

Der grausame Angriff von Terroristen auf Unschuldige hinterließ eine tiefe Wunde im israelischen, ja im jüdischen Bewusstsein, umso mehr als immer noch Geiseln in Gaza festgehalten werden und/oder als verschollen gelten. Die Frage, welche politische und militärische Reaktion auf den Hamas-Überfall angebracht, legitim, notwenig war und ist und ab welchem Punkt die Netanjahu-Regierung die Grenze überschritt, muss differenziert betrachtet werden. Unbestritten bleibt die Tatsache, dass über tausend Israelis dabei schuldlos ums Leben kamen.

 

27. Mai 2026: „Die Stimme von Hind Rajab“

29. Januar 2024, Einsatzzentrale des Roten Halbmonds im Westjordanland.

Omar, einer der Mitarbeiter, der die Anrufe entgegennimmt, versucht am Telefon den Namen eines fünfjährigen Kindes herauszufinden, das in einem vom israelischen Militär zerschossenen Auto eingeschlossen um Hilfe fleht.

 

 

 

25. Juni 2026: „Die Möllner Briefe“

Mölln hat knapp 20.000 Einwohner. Drei verloren am 23. November 1992 ihr Leben, bei zwei Brandanschlägen von Neonazis, die nachts zwei Häuser mit Molotovcocktails bewarfen. In einer Wohnung schliefen Bahide Arslan und drei Enkel. Den achtjährigen Ibrahim brachte die Oma in die nichtbrennende Küche, geschützt unterm Küchentisch. Auf dem Rückweg ins Kinderzimmer wurde sie von einem herunterfallenden Balken getroffen und verbrannte. Ibrahims Schwester Yeliz und die Cousine Ayşe erstickten im Kinderzimmer, versteckt unter den Bettdecken.

„Die Möllner Briefe“ folgt Ibrahim, der heute Aktivist in eigener Sache ist: Er kämpft um die Perspektive der Opfer, die lange untergegangen ist.

 

 

30. September 2026: „Souleymans Geschichte“ (OmU)

Für das Publikum beginnt die Geschichte von Souleyman in Paris. Ursprünglich aber begann sie in Guinea, wo er aufwuchs, bevor er beschloss, nach Europa zu kommen.

Dort angekommen verdingt er sich als Essenlieferant. Weil sein Asylverfahren noch läuft und er deshalb nicht arbeiten darf, muss er das App-Arbeitskonto eines Bekannten nutzen, der dafür einen erheblichen Teil des Lohns einbehält. Von dem, was übrig bleibt, will sich Souleyman eine neue Geschichte erkaufen: gefälschte Dokumente, die ihn als Mitglied der verfolgten Opposition in Guinea ausweisen würden. Womit Souleyman einen, so wird ihm vom zwielichtigen Barry erzählt, legitimen Grund hätte, Asyl zu erhalten.

 

28. Oktober 2026: „Im Schatten des Orangenbaums“

Westjordanland, 1988: Als der junge Noor bei einem Protest schwer verletzt wird, beginnt seine Mutter Hanan die bewegende Geschichte ihrer Familie zu erzählen. Die Erzählung führt zurück ins Jahr 1948, als Noors Großvater Sharif sich weigert, Jaffa zu verlassen, um Haus und Orangenhain zu schützen. Doch Krieg, Vertreibung und Gefangenschaft reißen die Familie auseinander.

Sharifs Sohn Salim wächst im Schatten seines Heimatlandes auf, das er nie wirklich kannte. Als Noor Jahrzehnte später gegen israelische Soldaten protestiert, scheint sich das Schicksal zu wiederholen. Doch inmitten der Krise treffen Hanan und Salim eine mutige Entscheidung, die der Familie neue Hoffnung gibt – und einen Weg zur Versöhnung verspricht. (Quelle: X Verleih)

 

25. November 2026: „DJ Ahmet“

Im Mittelpunkt des Films steht das Leben des 15-jährigen Ahmet, der DJ werden möchte und mit der konservativen Dorfgemeinschaft in Nordmazedonien zu kämpfen hat.

Er verliebt sich zum ersten Mal in die gleichaltrige Aya, die bereits einem anderen versprochen ist. Als Sohn eines Schafhirten muss er seinem Vater zur Hand gehen und kümmert sich um seinen kleinen Bruder, der seit dem Tod der Mutter verstummt ist

 

 

Wir laden euch herzlich zu diesen besonderen Filmen ein!

 

Weltladentag am Samstag, 9. Mai 2026

Der Weltladentag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Fair fruchtet!“

Früchte stehen für Vielfalt, Genuss und Lebensfreude. Doch hinter dem, was bei uns selbstverständlich im Einkaufskorb landet, steckt viel Arbeit unter schwierigen Bedingungen.

Am Weltladentag am 9.Mai 2026 nehmen wir diese Themen in den Blick.

Bananen, Orangen, Ananas und Mangos gehören weltweit zu den beliebtesten Früchten. Doch ihre Produktion ist oft mit schwierigen Arbeitsbedingungen verbunden. Viele Menschen, die sie anbauen und ernten, erhalten niedrige Löhne, arbeiten befristet oder ohne Vertrag und haben kaum Mitspracherechte. Große Plantagen internationaler Konzerne bestimmen den Markt, während Kleinbäuerinnen und Kleinbauern mit begrenzten Ressourcen kaum konkurrenzfähig sind. Obwohl die Obst- und Fruchtsaftproduktion enorme Gewinne erzielt und jährlich rund 110 Millionen Tonnen Bananen geerntet werden, bleibt am Anfang der Lieferkette nur ein kleiner Teil des Erlöses bei den Produzentinnen und Produzenten.

Neben den sozialen Aspekten stellt auch der Markt eine Herausforderung dar: In vielen Ländern kontrollieren wenige Großunternehmen und Supermarktketten die Preise für Obst und Gemüse. In Deutschland beispielsweise haben vier Konzerne – Aldi, Lidl/Kaufland, Edeka und Rewe – einen Marktanteil von 85 Prozent. Diese Marktmacht übt Druck auf Lieferanten aus, die gezwungen sind, ihre Preise zu senken, häufig ohne dass die Produktionskosten gedeckt sind.

Am Samstag, 9. Mai 2026, könnt ihr euch (zwischen 10 und 13 Uhr) näher mit dieser Thematik befassen. Wir haben uns dazu einige Aktionen einfallen lassen und natürlich gibt es auch ein paar faire Snacks.