Aktuelles
Anlässlich des diesjährigen Weltladentags präsentieren wir neue und bewährte Mangoprodukte, kommen Sie vorbei und lernen Sie die Neuen kennen.
Wir lieben Mangos, aber darüber hinaus sind wir auch überzeugt von der phantastischen Arbeit, die die Kinderschutz- und Menschenrechtsorganisation Preda (People’s Recovery, Empowerment and Development Assistance) vor Ort auf den Philippinen leistet.
Preda hat zwei Standbeine: zum einen den Handel mit und die Verarbeitung von Mangos zum anderen Schutz und Hilfe für ausgebeutete Mädchen und Jungen.
Mangos:
Die Mangos stammen vom Land der indigenen Bevölkerung der Philippinen, der Aeta. Während früher die Mangos mangels Abnehmern am Baum verfaulten, ist durch die Zusammenarbeit mit Preda heute die Abnahme und Verarbeitung gesichert und liefert dadurch ein sicheres Einkommen für die oft marginalisierten Familien.
„Vom Erlös der Ernte eines größeren Mangobaumes können zwei Kinder ein Jahr zur Schule geschickt werden, einschließlich aller damit verbundenen Kosten.“ Zitat Pater Shay Cullen, Gründer von Preda.
Dabei profitieren die Aeta-Familien von den üblichen Vorteilen des fairen Handels: gesicherte Abnahme, feste Preise, Abnahme aller, also auch der kleinen Früchte (werden zu Mangopüree), Bereitstellung von Mango-Setzlingen, Beratung in Bio-Anbau usw.
Auch die Verarbeitung erfolgt vor Ort durch die Firma Profood, einem engagierten Betrieb, der seinen Angestellten umfangreiche Sozialleistungen bietet. So bleibt die gesamte Wertschöpfung auf den Philippinen.
Als positiver Nebeneffekt konnte die steigende Menge der Mangos, die im fairen Handel vermarktet werden, ein bestehendes Mango-Kartell, das die Preise künstlich niedrig gehalten hatte, erfolgreich bekämpft werden. Davon profitieren auch die Mangobauern, die nicht an den fairen Handel liefern.
Kinderschutz
Die Stifung ist Anlaufstelle und Therapiezentrum für sexuell missbrauchte sowie ehemalig inhaftierte Kinder.
Preda setzt auf ein breites Maßnahmenkonzept im Kampf gegen Kinderprostitution und andere schwere Verstöße gegen die Rechte von Kindern. Unter anderem gibt es ein Boy’s und ein Girl’s Home mit Platz für ca. 200 Kinder, Therapieangebote in den Kinderschutzzentren, Sozial- und Jugendarbeit, juristische Verfolgung der Straftäter bis in die Ursprungsländer (Sextouristen), Gesetzesinitiativen und internationale Kampagnen.
Bis Ende der 90er-Jahre war Olongapo auf der Insel Luzon ein Hotspot der Kinderprostitution, begünstigt durch einen nahe gelegenen Stützpunkt der amerikanischen Marines, durch Sextourismus und eine florierende, von der Regierung geduldete bis beförderte Sex“industrie“.
Pater Shay Cullen kämpft seit Ende der 60er Jahre mit wachsendem Erfolg dagegen an, auf der einen Seite, indem er konkret Mädchen rettet und auf der anderen Seite indem er dafür sorgt, dass Straftäter verfolgt werden. So hat er in mehreren Fällen durchgesetzt, dass ihnen in ihren Herkunftsländern der Prozess gemacht wird. Auch auf sein Betreiben wurde der Stützpunkt Olongapo der Marines aufgegeben.
Ein weiteres Problem der Philippinen ist eine rigide Drogenpolitik, die dazu führte, dass wahllos Straßen-Kinder, vor allem drogenabhängige Jungen, ins Gefängnis kommen, wo sie mit gewalttätigen Straftätern in überfüllten Zellen hausen müssen.
Hier setzt Preda an, indem sie dafür sorgen, dass Kinder, die ohne Prozess eingesperrt sind, freikommen und im Schutzhaus untergebracht werden.
Auch eine weitreichende Präventionsarbeit gehört zum Programm, denn Kinder, die in stabilen Familien aufwachsen und zur Schule gehen können, werden viel seltener Opfer von Ausbeutung.
Insgesamt eine phantastische Organisation!
Zum Weiterlesen zu empfehlen: https://www.mangos-fuer-kinderrechte.de/de
Das ist eine umfangreiche Webseite des Importeurs weltpartner, in der es auch Videos von Shay Cullen und betroffenen Kindern und Jugendlichen gibt.
Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lieben guten Kaffee? Sie möchten Ihren Gästen Kekse oder kleine Knabbereien anbieten? Es gibt bei Ihnen einen kleinen Mittagstisch?
Egal was, wir beliefern Sie mit den Produkten aus dem Laden. Einzige Bedingung: Der Mindestbestellwert beträgt €.
Weiterer Pluspunkt: die Bestellung wird klimafreundlich mit dem Lastenrad geliefert.
Also: Worauf warten? Bestellungen telefonisch im Laden oder per E-Mail an fairerhandel@weltladen-langenzenn.de
„Unsere Produkte sind mehr als nur Lebensmittel. Sie sind ein Zeichen des Widerstands gegen die Macht der Mafia.“ (Pater Luigi Ciotti, Gründer von „Libera“)
Mafiafreie Produkte: möglich wird das, weil durch ein italienisches Gesetz Personen schon bei dem begründeten Verdacht auf Mitgliedschaft in der Mafia enteignet werden können. Ein weiteres Gesetz ermöglicht, die konfiszierten Güter zivilgesellschaftlichen Organisationen zur Nutzung zu überlassen.
Darauf basierend wurden seit 2001 auf Initiative des katholischen Priesters Don Luigi Ciotti auf Sizilien und in anderen Regionen Italiens Sozial-Kooperativen gegründet, um gerade jungen Menschen eine Perspektive in einem legalen Lebensumfeld jenseits der Mafia zu bieten.