Karten und Papierartikel aus Elefantendung
In Sri Lanka gibt es 4000 Elefanten: 2000 wilde und 2000 Arbeitselefanten. Mit dem ab 2020 einsetzenden Tourismusboom entwickelten sich beim Kampf um Nahrung zunehmend Konflikte zwischen den Menschen und den Elefanten. Seit dieser Zeit sterben schätzungsweise jede Woche 3 Elefanten und 1 Mensch bei Kämpfen um Nahrung.
Unser Lieferantenpartner Elecosy arbeitet mit Initiativen in Sri Lanka, die den Menschen helfen, die Elefanten nicht als riesige Schädlinge zu sehen, sondern als Rohstofflieferanten, durch die sie Beschäftigung erzielen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf handwerklichen, handgefertigten Produkten, mit guten Arbeitsbedingungen und guter Bezahlung. Für Frauen, die familiäre Verpflichtungen haben – die Betreuung von alten oder jungen Menschen oder beides -, wurde ein Arbeitsplatz tief auf dem Lande eingerichtet. Sie können nur ein paar Stunden am Tag arbeiten: Sie melden sich an und ab und arbeiten so viel sie können.
Dazu muss man Folgendes wissen: Jeden Tag kommen in jeden Elefanten 200 kg rein und 180 kg raus – eine Tonne pro Woche an hochwertigem Material für die Papierherstellung. Da die Elefanten eine schlechte Verdauung haben, müssen sie so große Mengen an Blättern und Früchten fressen und verbringen daher einen großen Teil des Tages mit Fressen. 40% ihrer Nahrung gehen direkt hindurch und kommen am anderen Ende als faseriger Kot wieder heraus, und das macht den ganzen Prozess möglich. Der Kot wird an der Sonne getrocknet, mit natürlich vorkommenden Pflanzenextrakten sterilisiert, ggf. mit Altpapier aus Büros vermischt und dann zu Zellstoff und Papier verarbeitet.
Für drei kleinere Fabriken nördlich in Sri Lanka wird der Mist hauptsächlich von der örtlichen Bevölkerung gesammelt. Diese drei Fabriken befinden sich in Gebieten, in denen es zu Konflikten zwischen Elefanten und Menschen kommt, und sie kaufen den Dung, der zu ihnen gebracht wird.
Wenn also Elefanten in der Gegend sind, gibt es reichlich Gelegenheit, den Dung zu finden und ihn zu Geld zu machen!
Das Papier wird weiterhin vor Ort zu Produkten, die in Europa benötigt werden, liebevoll weiterverarbeitet. Das sind z.B. Zettelkästen, Notizbücher, Grußkarten u.v.m.