Sennestadt – gibt es doch gar nicht ????
CafeFair! 27.06.2026

Formuliert in Anlehnung an die lange kursierende Bielefeld-Verschwörung trifft diese Behauptung natürlich auch nicht auf Sennestadt zu. Der Stadtteil am Rande der Großstadt gerät aber ab und zu doch aus dem Blick der Öffentlichkeit. Der Weltladen Sennestadt will mit dem Angebot eines Stadt(teil)-Kaffees und einer Stadt(teil)-Schokolade auf Sennestadt aufmerksam machen und beim nächsten CafeFair!

Am 27. Juni 2026 kann man sich über beide Produkte im Weltladen Sennestadt informieren.

Der Stadtkaffee wird vom Fairhandelspartner Globo hergestellt, den Rohkaffee dafür baut eine Kooperative von Kleinbauern in Peru an. Die Kaffeepflanzen wachsen in Mischkulturen auf, gedüngt werden sie durch eine Mulchschicht von herabfallenden Blättern, die zudem den Boden schützt. Die Pflanzenvielfalt ermöglicht auch eine Artenvielfalt, die für eine natürliche Schädlingsbekämpfung sorgt. Die Kaffeekirschen werden von Hand geerntet, so dass nur reife Füchte in dem späteren Kaffee landen. Die Kaffeebohnen werden jede Woche frisch und schonend in der hauseigenen Rösterei von Globo geröstet. Damit ist der Stadtkaffee ein fairer und hochwertiger Biokaffee.

Die Sennestadt-Schokolade stammt aus dem Sortiment von Divine, das ist ein Fairtrade-Unternehmen mit Sitz in Grossbritannien. Die Schokolade für das Unternehmen produzierte von Beginn an (1996) Weinrich in Herford, seit 2020 ist Weinrich mit 80% der Hauptanteilseigner von Divine. Weinrich betreibt seit der Firmengründung eine intensive Handelspartnerschaft mit der Kuapa-Kokoo-Kooperative in Ghana, die den Kakao für die Divine-Schokolade liefert. Die Kooperative ist mit 20% an der Firma beteiligt und im Aufsichtsrat vertreten.
Die Kakaobauern erhalten nicht nur einen fairen Preis sondern auch eine Prämie, die die Genossenschaft in ihre Projekte investiert, um die Lebens- , Gesundheits- und Bildungsbedingungen der Landwirte zu verbessern.
So hat Divine mit dem Projekt „Alphabetisierung für Erwachsene“ seit 2014 über 1500 Kakaobauern die Teilnahme an Kursen für Lesen, Schreiben und Rechnen ermöglicht, vor allem bedeutet dies eine Stärkung der Frauen, sie machen 70% der Kursteilnehmer aus. In einem weiteren Projekt zum Thema „Arbeitsrechte“ hat sich die Arbeitssituation im kleinbäuerlichen Kakaoanbau verbessert, statt mündlicher Vereinbarungen gibt es jetzt schriftliche Verträge zwischen den Mitgliedern der Kooperative und den eingestellten Arbeitern, in denen Lohn, Sozialleistungen und Verantwortlichkeiten geregelt sind.
Zwar ist die Schokolade von Divine nicht bio-zertifiziert, der Anbau des Kakaos soll aber möglichst umweltschonend erfolgen. Das beinhaltet vor allem den Schutz des Regenwaldes, der von den Kakaobauern als bevorzugter Anbauort für ihre Kaffeepflanzen genutzt wird. Der Regenwald wird nicht wie oft im konventionellen Anbau gerodet, sondern aktiv erhalten. Das feuchte Klima des Regenwaldes ist zudem günstig für Mücken, die für die Bestäubung der Kaffeeblüten notwendig sind.Außerdem ermöglicht die Artenvielfalt im Regenwald einen natürlichen Pflanzenschutz.

Im CafeFair am 26. Juni 2026 von 10-13 Uhr am Reichowplatz 19 sind beide Produkte präsentiert. Sie bieten sich als Mitbringsel oder auch als ein Dankeschön in öffentliche Einrichtungen an. Das Team des Weltladens freut sich auf einen Austausch bei Kaffee/Tee/Kakao aus Fairem Handel und selbstgebackenem Kuchen. Das Angbot ist umsonst, eine Spende ist gerne gesehen. Zusätzlich gibt es eine Aktion zum Thema ökologischer Handabdruck, dieser sagt etwas aus über die umweltschonenden Einsparungen verschiedener Maßnahmen.

 

 

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