8. Bielefelder Apfeltag am 03.10.2026 auf Hof Ramsbrock

Der Weltladen Sennestadt war dabei!

Bei bestem Wetter und großem Besucherandrang haben wir uns wieder gern an der zentralen Abschlussveranstaltung der Bielefelder Wochen der Nachhaltigkeit beteiligt.

Fruchtige Kostproben beim CafeFair! am 26.09.2026

Die diesjährige Faire Woche mit dem Motto „Fair handeln-Vielfalt erleben“ nahm vor allem junge Menschen in den Blick. Damit wurde zum einen das Engagement junger Leute im Fairen Handel gewürdigt, z.B. hier vor Ort, indem sie im  Weltladen mitarbeiten oder als  sich Praktikann*innen mit dem Thema beschäftigen. Zum anderen wurde ein Fokus darauf gelegt, dass junge Menschen in den Partnerländern besonders unter den unfairen Bedingungen des internationalen Handels leiden. So müssen noch weltlweit 130 Millionen Kinder und Jugendliche arbeiten. Das heißt für sie z.T. ohne Lohn oder mit niedrigem Entgelt, keine soziale Absicherung und gesundheitsschädigende Arbeitsbedigungen sowie oftmals als Folge geringe Schulbildung und keine Ausbildung. Der Faire Handel wirkt dem entgegen, denn er trägt dazu bei, Kinderrechte zu stärken und die Ursachen von Kinderarbeit zu bekämpfen. Ein beeindruckendes Beispiel dafür ist die Arbeit von Preda, einer philippinischen Kinderschutz- und Fairhandelsorganisation. Über 500 Kleinbauernfamilien bauen die Mangos auf den Philippinen an und erhalten durch den Fairen Handel verlässliche Einkommen und langfristige Perspektiven. Damit wird Landflucht verhindert und ein Armutskreislauf gestoppt, der ansonsten für viele Kinder oft in der Kinderprostitution der Mega-Stadt Manila endet.
Preda unterstützt die Kleinbauern mit Beratung, Schulungen und ökologischen Anbaumethoden. Denn Kinderrechte beginnen dort, wo Familien von ihrer Arbeit leben können und Kinder eine Zukunft haben. Der Gründer von Preda, Pater Shay Cullen sagt:„Vom Erlös der Ernte eines größeren Mangobaumes können zwei Kinder ein Jahr zur Schule geschickt werden, inklusive aller damit verbundenen Kosten“. Darüberhinaus setzt sich Preda für Kinder und Jugendliche ein, die Gewalt, Ausbeutung oder Menschenhandel erlebt haben. Auch in diesem Rahmen ist die Stärkung ländlicher Familien wichtig, denn Armut, fehlende Perspektiven und soziale Ungleichheit gehören zu den Ursachen, die Kinder besonders verletzlich machen.

Der Faire Handel mit Mangos  ist somit ein wichtiger Teil der Arbeit von Preda.

10% des Verkaufspreises der Mango-Produkte verbleiben bei PREDA. Damit werden der Ausbau der Therapie-Arbeit gefördert und Kinderrechte vor Ort gestärkt.

Das CafeFair! am 26.September bot drei Produkte von Preda zur Verkostung an, einmal einen Mango-Fruchtaufstrich, der durch den vollen Geschmack reifer Mangos überzeugt, verwendbar als Brotaufstrich, im Joghurt oder im Dessert. Als herzhafter Aufstrich kann der Mango-Aufstrich mit Schwarzkümmel und der Mango-Aufstrich mit Kichererbse verkostet werden. Beide eignen sich zum Brot, als Dip für Sandwiches oder als Topping für Bowls.

Mit einer Kostprobe dieser hochwertigen Produkte konnten sich die Besucher:innen des CafeFair! einen Eindruck von deren Qualität und  Geschmack verschaffen.

Das Angebot wurde sehr gut angenommen!

Sommerliche Kostprobe beim CafeFair!  am 29.08.2026

Der Weltladen Sennestadt lud am 29. August von 10 – 13 Uhr wieder zu einem CafeFair! am Reichowplatz 19 ein. Diesmal gab es als Aktion eine Verkostung mit einem sommerlichen Dreierlei aus Olivenöl, Oliven und Fleur de Sel, alles Produkte, die aus dem östlichen Mittelmeerraum stammen.

Das Olivenöl des Rumi-Baumes wird in Palästina gewonnen, z. T. sind die Bäume inzwischen über 1000 Jahre alt. Pflege und Ernte erfolgt ausschließlich von Hand. Durch die sorgfältige Verarbeitung und Kaltpressung bleibt das typisch fruchtig-pikante Aroma der Rumi-Olive im Öl erhalten. Die Kleinbäuer*innen vertreiben das Olivenöl über Canaan FairTrade. Die Organisation fördert benachteiligte Gemeinschaften in Palästina. Über 2000 Bäuer*innen profitieren davon und  betreiben eine nachhaltige Landwirtschaft. Mit dem Verzicht auf Pestizide, durch schonenden Umgang mit Wasserresourcen und den Einsatz von traditionellen Anbaumethoden wird nicht nur die Umwelt geschützt sondern auch die Zukunft der Olivenbäume gesichert.

Dennoch ist das Rumi-Öl in diesem Jahr nicht mit dem EU-Bio-Siegel gekennzeichnet, weil die internationale Zertifizierungsstelle von Canaan Palästina  aufgrund der Sicherheitslage ihre Arbeit im Westjordanland eingestellt hat. An der Qualität und den Anbaumethoden hat sich aber nichts geändert.

Die Situation vor Ort ist durch Gewalt, Blockkaden und ständige Unsicherheit geprägt. Inmmitten dieser Unsicherheiten bleibt der Faire Handel für die Produzent*innen eine stabile Verbindung zur Außenwelt und gibt den Menschen ein Perpektive für ihre Existenzsicherung.

Jede Flasche Olivenöl, jedes Glas Oliven und jede Gewürzpackung  trägt dazu bei, dass Familien in Palästina weiterarbeiten können – trotz aller Herausforderungen.

Das Fleur de Sel stammt aus Salzfeldern im Libanon. Sonne und Wind lassen eine feine Kristallschicht, die sogenannten Salzblumen, auf der Wasseroberfläche entstehen, die dann von Hand abgeschöpft wird. Fleur de Sel ist mild salzig und hat einen mineralischen, meerartigen Nachgeschmack. Es besteht aus zarten, knusprige Flocken, die beim Kauen leise knistern und Speisen Struktur geben. Eine einfache Köstlichkeit ist z.B. herzhaftes Brot mit Olivenöl und Fleur de Sel.

Das Fairhandelsunternehmen Fair Trade Lebanon hat es sich zur Aufgabe gemacht, die einzigartigen landwirtschaftlichen Erzeugisse aus dem Libanon und die traditionellen Anbautechniken zu fördern und möchte durch ihre Arbeit Wüstenbildung, Landflucht und Armut bekämpfen. Fair Trade Lebanon stärkt die wirtschaftliche Lage der Kleinbäuer:innen und Frauenkooperativen, indem sie die Weiterverarbeitung der Produkte und den Export organisiert.

Mit einer Kostprobe dieser hochwertigen Produkte konnten sich die Besucher:innen des CafeFair! einen Eindruck von deren Qualität und  Geschmack verschaffen.

Nachlese zur Lesung mit Lars Nockemann, Bezirksbürgermeister Sennestadt

am 03.07.2026 im Weltladen am Reichowplatz

„In diesem Laden war ich noch nie.“ Dieses Eingeständnis machte Lars Nockemann vor seinem Vortrag.

Fairer Handel ist wichtiger denn je, um weltweit Gerechtigkeit für alle Menschen besonders im globalen Süden zu schaffen. Bielefeld ist eine Fairtrade-Großstadt und verfügt nur noch über einen Weltladen, mal abgesehen von dem Angebot im Welthaus.

Nach kurzen Einführungen durch Marianne Stratkötter hatte Bezirksbürgermeister Lars Nockemann in drei Abschnitten zum Thema des Fairen Handelns gelesen. Im ersten Text liegt der Schwerpunkt auf dem Umgang mit den Auswirkungen auf die weltweite Klimakrise, aktueller denn je, wie die Überschwemmungen im Ahrtal gezeigt haben. Extreme Hitzewellen mit neuen Rekordtemperaturen wechseln sich ab mit ebenso extremen Überschwemmungen und Zerstörungen.

In der zweiten Geschichte ging es um eine Kakaobäuerin in Ghana, als Mitglied einer Kooperative, die für den Weltladen den Kakao für die Sennestadt-Schokolade liefert. Alle Kakaobauern erhalten nicht nur einen fairen Preis für ihre Produkte, sondern auch eine Prämie, die von der Gemeinschaft wieder in Projekte investiert werden, um die Lebens-, Gesundheitsbedingungen und Bildungsbedingungen zu verbessern. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Förderung und Stärkung von Frauen.

Der dritte Text ist ein Interview mit dem Gründer von Preda, einer Organisation auf den Philippinen, die sich mit Fairem Handel mit Mangos eine Perspektive für das Leben auf dem Lande schafft. Das Ganze läuft aber nicht immer friedlich mit den Regierungen ab und nicht wenige „Kämpfer“ werden bedroht und müssen auch mit ihrem Leben bezahlen.

Alle drei Geschichten machten deutlich, wie Fairer Handel in Brasilien, in Ghana und auf den Philippinen wirkt. Es waren Beispiele von einzelnen Menschen, die sich einsetzen und ihr Engagement wird durch Rahmenbedingungen, die der Faire Handel schafft unterstützt. Es sind keine Industrieprodukte mit unzulässigen und in Europa verbotenen Beimischungen und Kinderarbeit. Die Aussage „Das ist mir zu teuer“ kann man nicht gelten lassen, denn für die preiswerteren Alternativen wird genau das verwendet, was wir ablehnen müssen: Kinderarbeit, sehr geringe Bezahlung, Ausbeutung usw.

Der Autor Dirk Steffens hat einen Spiegel-Bestseller geschrieben „Hoffnungslos optimistisch“, wie wir alle zu einer besseren Welt direkt vor Ort beitragen können. Das Kapitel „Eine Ameise unter vielen“ beschreibt, wie wir hier und jetzt zu einer fairen und gerechteren Welt beitragen können. Lieber qualitativ gut und mit ruhigem Gewissen, als billiger und auf Kosten anderer, die sich nicht oder kaum wehren können.

Nun noch einmal auf den Anfang dieses Textes: „In diesem Laden bin ich noch nie gewesen“. Offensichtlich wäre es gut, noch mehr für die Sichtbarkeit des Weltladens zu tun, damit er auch in Sennestadt nicht nur ein Nischendasein führt und nur etwas für „Kenner“ bleibt.

Bielefeld, den 09.07.2026
Reinhard Drees

Stand beim Festival Denken.Fühlen.Handeln in der Altstädter Nicolaikirche – 04.07.2026

Vom 2.-5. Juli 2026 fand in Bielefeld das Festival Denken.Fühlen.Handeln – ein Festival für planetarische Gerechtigkeit statt. Das diesjährige Schwerpunktthema war Zukünfte.

Die verschiedenen Veranstaltungen gingen der Frage nach, was ist notwendig, um gerechtere, inklusivere und nachhaltigere Zukünfte aller zu ermöglichen. Initiatoren waren die Uni Bielefeld und das Welthaus Bielefeld.

In diesem Rahmen gab es zwei Ausstellungen  in der Altstädter Nicolaikirche (Bäume / Bibel / Blätter  sowie eine Ausstellung zum Thema Rassismus) und ein Vortrag bzw. eine Videoschalte von Carmen Damerow mit der Partnergemeinde in Argentinien. Der Partner in Argentinien berichtete aus seiner Perspektive, wie es gelingt, die Herausforderungen des Klimaschutzes, der Gendergerechtigkeit und der Menschenrechte zu bewältigen. Desweiteren gab es ein Glücksrad und ein Malangebot für Kinder.

Der Weltladen Sennestadt war am 4. Juli 2026 mit einem Stand Fair gehandelter Produkte und dem Verkauf  von Kaffee / Tee / Wasser vertreten.

Ausschnitt aus der Senne-Rundschau vom 16.07.2026

Lesung mit Lars Nockemann im Weltladen Sennestadt am 03.07.2026

Am 3. Juli 2026 hatte das Team des Weltladens Sennestadt  zu einer Lesung mit Herrn Nockemann, dem Bezirksbürgermeister von Sennestadt, eingeladen. Das Team freute sich sehr, dass Herr Nockemann diese Form der Veranstaltung vorgeschlagen hat.

Die Stadt Bielefeld ist seit 2013 als Fairtrade Stadt ausgezeichnet. Im April 2025 wurde der Titel für weitere 2 Jahre vergeben. Damit gehört Bielefeld und somit auch Sennestadt offiziell zum Kreis derjenigen, die sich für den Fairen Handel einsetzen. Insofern war es folgerichtig, eine Veranstaltung mit dem Bezirksbürgermeister durchzuführen, um die Verbindung von Fairem Handel und Sennestadt deutlich zu machen.

Fairer Handel bedeutet zum Einen für den Weltladen das Verkaufen von fair gehandelten Produkten, um das Leben der Produzent:innen zu verbessern.

Des Weiteren heißt Fairer Handel Informieren durch politische Kampagnen, damit sich die Lebensbedingungen für die Menschen im globalen Süden verändern können. Schließlich sollen durch Bildung und Wissenserwerb zur Globalisierung die Menschen verstehen wie unser Konsum die Welt zum  Guten oder zum Schlechten verändern kann.

Auf diesem Hintergrund wurden Texte gelesen, die exemplarisch und sehr konkret die Wirksamkeit des Fairen Handels für die Menschen im globalen Süden deutlich machen. So erzählt zum  Beispiel die Geschichte einer brasilianischen Kaffeebäuerin wie sie mit Unterstützung von Fairtrade die Auswirkungen der Klimakrise für den Kaffeeanbau bewältigt.

Sennestadt VEREINt! 13. Juni 2026 – Der Weltladen Bielefeld-Sennestadt war dabei

Der Weltladen Bielefeld-Sennestadt feierte in 2025 sein 40jähriges Jubiläum!

Aus diesem Anlass fanden mehrere Veranstaltungen statt:

Am Samstag, den 10. Mai 2025 fand am Weltladentag ein CAFÉ FAIR im Weltladen statt.  Das Thema des Weltladentages war Kakao und seine Anbaubedingungen für das Weltklima: „Schoki fürs Klima? Kauf ich Euch ab!“. Fairer Handel macht den Unterschied für das Klima und das Leben von kleinen Farmern im Globalen Süden. Das Café war gut besucht und neue Kontakte wurden geknüpft.

Wir waren dabei: SennestadtVereint!

Am Samstag, den 14. Juni 2025: Auf dem Reichowplatz in der Sennestadt fand ein Sennestadt-Fest, organisiert vom Sennestadtverein, statt. Das Motto lautete: SennestadtVEREINT!. Der Weltladen war mit Mitmach-Aktionen, d.h. mit einem Glücksrad (Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen), einem Fotoquiz und Überraschungen dabei. Es gab Kaffee, Tee, Kakao und selbstgebackenen Kuchen.

Sommerkonzert mit Grillfest. Musik für mehr Gerechtigkeit! Kreuzkirche Sennestadt

Am Sonntag, den 06. Juli 2025 feierten wir ab 17 Uhr mit guter Livemusik und buntem Miteinander. 17 Uhr Né-K-Trio, Jazzmusik aus Bielefeld I 18 Uhr Pause mit Leckereien vom Grill, verschiedenen Salaten und Getränke aus fairem Handel bzw. der Region I 19 Uhr Pronto Molino – Musik aus verschiedenen Kulturen – aus Bielefeld I 20 Uhr Open End.

Lesungsabend mit Ulla Loewner im Weltladen

Am Freitag, den 07. November 2025, 17 Uhr, fand im Weltladen in der Sennestadt eine Lesung mit Ulla Loewner statt. An diesem Abend wurden Buchstaben lebendig – ein literarisches FairGnügen.

Fair schenken – Schokolade und Kaffee

mit einem Motiv aus Sennestadt