Das Ziel von ManjeenMarginalized Artisans‘ Network & Joint Endeavor

einer demokratischen und auf Gleichberechtigung abzielenden

Organisation in Indien, ist, KunsthandwerkerInnen und ihre

Gemeinschaften zu unterstützten.

Die Organisation ist ein verlässlicher Partner im fairen Handel und liefert

wunderschöne Schals, die im April das FairProdukt des Monats im

 Weißenhorner Weltladen sind.

In Indien leben rund 1,4 Milliarden Menschen. Knapp 6% der Menschen leben von weniger als $ 1,25 US-Dollar pro Tag, wobei die Armutsrate je nach Bundesstaat stark schwankt.

Armut bleibt trotz positiver Wirtschaftsnachrichten Indiens eine große Herausforderung für das Land. Die Kosten der Modernisierung und Industrialisierung waren hoch und gingen vor allem zu Lasten der ärmeren Bevölkerungsteile.

Die Kleinbauern und Bäuerinnen Indiens können den landwirtschaftlichen Großbetrieben mit ihrem hohen Technologieeinsatz nur wenig entgegenhalten und werden immer mehr an den Rand gedrängt.

Manche von ihnen geben ihr Land aufgrund dieser Entwicklungen auf und ziehen in die Städte, um Arbeit zu finden. Heute leben über 25 Millionen Menschen in Delhi und die Stadt wächst jährlich um weitere 3%.

Rund ein Drittel davon leben in Slums. Besonders problematisch sind die Beschäftigungsverhältnisse einzustufen, denn nur etwa 10% aller Beschäftigten stehen in einem vertraglich geregelten Arbeitsverhältnis.

Der Großteil arbeitet im sogenannten „informellen Sektor“ und ist weder gegen Krankheit oder Arbeitsunfälle abgesichert, noch haben diese Menschen Anspruch auf Altersversorgung oder andere soziale Leistungen.

Zu dieser Gruppe gehören vor allem Menschen der unteren Kasten.
Hier setzt Manjeen an: 2001 auf Basis der Fair-Handels-Prinzipien gegründet, um marginalisierte ProduzentInnen des informellen Sektors in und um Delhi zu unterstützen, ist die Organisation immer mehr gewachsen.

Heute exportiert Manjeen 100% seiner Produkte an den Fairen Handel. Die insgesamt ca. 150 ProduzentInnen (davon ca. ein Drittel Frauen) sind in 14 Gruppen organisiert.

Die Frauen arbeiten vor allem in der Herstellung der Keramik, gewobener Textilien und Modeschmuck. Die Gruppen sind in Delhi, Rajasthan, Uttar Pardesh, Punjab und Bihar angesiedelt. Für die ProduzentInnen von Manjeen stellt die Handwerks-Produktion die wichtigste, und für manche die einzige Einkommensquelle dar.

Andere ProduzentInnen verfügen über ein kleines Stück Land für den Anbau von Grundnahrungsmitteln und verkaufen Überschüsse auf dem lokalen Markt.

Die indische Fair Trade-Organisation MKS (Madhya Kalikata Shilpangan) mit Sitz in Kolkata verfolgt das Ziel, einzigartige Kunsthandwerkstechniken in verschiedenen Regionen Indiens zu erhalten und durch die Vermarktung der Produkte in den Fairen Handel die Lebensperspektive der Kunsthandwerker*innen zu verbessern.

MKS arbeitet mit über 20 Kunsthandwerk-Gruppen in verschiedenen Regionen Indiens zusammen. Dabei wird Wert auf gute Arbeitsbedingungen gelegt und auf die Herkunft der Materialien geachtet.

Für die Herstellung von Seidenschals arbeitet MKS mit Gruppen von Seidenweber*innen zusammen. Sie züchten die Raupen für die Seidengewinnung gemeinsam und verarbeiten die Fäden zu hochwertigen Stoffen.

Fairgehandelte Schals aus Indien gibt es zu 20% im Preis reduziert

als das FairProdukt des Monats April

im Weißenhorner Weltladen – mitten im Herzen der Fairtrade-Stadt.