Ein paar besondere Gewürze zum Herbstgemüse Kürbis und schon hat man einen neuen Geschmack. Entdecken Sie das Wunderding aus Marokko. Tajine wird sowohl das Kochgefäß als auch die Speise genannt, die darin gegart wird. Der Ursprung dieses praktischen Kochtopfs liegt im arabischen Raum und in Marokko.

Die Tajine ist eine Allrounderin, denn in ihr kann man sowohl Haupt- als auch Süßspeisen zubereiten. Durch die runde Form verteilt sich beim Kochen die Hitze im Topf gleichmäßig und eine Dampfsperre oben auf dem Deckel verhindert, dass Flüssigkeit entweicht. So werden die Speisen schonend im eigenen Saft gegart. Das Garen erfolgt sehr langsam bei niedriger Hitze. Das Besondere an marokkanischen Tajines ist, dass zum Garen alle Zutaten gemeinsam in den Topf gegeben werden. Fleisch und Gemüse mit längerer Garzeit kommen dabei nach unten und eher in die Mitte. Denn dort gart der Inhalt am Schnellsten. Zutaten mit kurzer Garzeit werden oben drüber geschichtet. Und auch serviert wird traditionellerweise direkt aus dem Tajinetopf.

Und hier ein Rezeptvorschlag:

Kürbis – Feigen Tajine (für 4 Portionen):
2 Knoblauchzehen, geschält
1 cm Ingwer, geschält
2 TL Raz el Hanout (nordafrikanische Gewürzmischung)
Etwas Olivenöl
2 rote Zwiebel, geschält und in Ringe geschnitten
1 Prise Harissa
1 kg Kürbis (z.B. Hokkaido), in 2 cm große Würfel geschnitten
1 Bund Koriandergrün, gehackt
Salz und Pfeffer, frisch gemahlen
500 g frische oder getrocknete Feigen, halbiert
150 g Joghurt (oder vegane Alternative wie Sojajoghurt)
¼ Liter Gemüsebrühe
Knoblauch, Ingwer und Raz al Hanout im Mörser zermahlen und vermischen, alternativ mit dem Pürierstab zerkleinern. Olivenöl in einer nach Gebrauchsanweisung vorbereiteten Tajine erhitzen und die Zwiebel darin langsam anbraten. Die Knoblauchmischung und Harissa dazugeben und kurz mitbraten. Kürbiswürfel zufügen, alles gut durchrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Mischung solange anbraten, bis der Kürbis weich ist. Immer wieder etwas Gemüsebrühe zufügen. Herdplatte nur auf niedriger Temperatur belassen, die Tajine wird heiß genug. Feigen und die Hälfte des Joghurts dazugeben und noch mal schmoren lassen bis die Feigen ganz durchwärmt und das Joghurt eingedickt sind. Das restliche Joghurt mit dem fein geschnittenen Koriander und etwas Salz und Pfeffer verrühren und zum warmen Eintopf reichen. Als Beilage empfiehlt sich Couscous oder Bulgur – beides ebenso im Weltladen erhältlich.