Eine außerordentliche Mitgliederversammlung war in diesen Tagen fällig beim Gemündener Eine-Welt-Verein Esperanza. Und zwar weil eine Entscheidung von den Mitgliedern zu treffen war,  die nicht allein Sache des Vorstands ist. Es ging beim Treffen der Mitglieder und Aktiven nämlich um die Frage, ob man den bisherigen Standort des Weltladens aufgeben und an anderer Stelle neu einrichten solle. Und diese Entscheidung haben die anwesenden Mitglieder schließlich einstimmig entschieden: der Weltladen soll in der zweiten Jahreshälfte direkt an den Marktplatz umziehen. Damit diese Entscheidung auch verantwortlich zu treffen war, galt es die Vor- und Nachteile gut abzuwägen. Schließlich überwogen die Chancen am besseren Standort und müssen nun in den kommenden Monaten in die Tat umgesetzt werden. Umfangreiche Umbau- und Verschönerungsaktionen im künftigen Geschäft stehen nun an, die viel Zeit und Geld kosten werden. Der Esperanza-Verein will hierfür „FAIRänderungshelfer“ suchen, die bereit sind sich an den anfallenden Kosten für Umbau und Ausstattung mit einem finanziellen Beitrag zu beteiligen. Da der Verein die Überschüsse aus dem Ladenbetrieb immer für die Unterstützung von sozialen Projekten in den Ländern des Südens zur Verfügung gestellt hat, gibt es zudem keine Rücklagen auf die man zurückgreifen könnte.

Immerhin 22 Jahre war man jetzt am bisherigen Standort in der Obertorstraße, seit dem Umzug aus der Mainstraße im November 2000. Aber nicht nur dieser geplante Abschied vom alten Laden stand bei der Mitgliederversammlung im Mittelpunkt. Es gab auch Abschiede zu würdigen von Aktiven des vollständig ehrenamtlichen Ladenteams, die in den vergangenen Wochen ihren Dienst hinter der Theke aufgegeben haben.

Werner Bauer aus Schaippach ist einer von Ihnen, der mit einem fairen Warenkorb aus dem Sortiment des Weltladens für sein mehrjähriges Engagement bedacht wurde. Ein Urgestein wurde ebenfalls aus dem regelmäßigen Dienst verabschiedet: Maria Pfister. Seit der Zeit des ersten Ladens vor über 25 Jahren ist sie jetzt dem Fairen Handel und dem Einsatz für mehr Gerechtigkeit in der Welt verbunden. Dafür gab es von den Mitgliedern lauten Applaus und allerlei faire Sachen.