Auf Initiative des Fairen Forums Freising hat sich der Freisinger Bundestagsabgeordnete Erich Irlstorfer öffentlich für ein Gesetzesvorhaben von Bundesminister Dr. Gerd Müller und seinem Kabinettskollegen Hubertus Heil ausgesprochen. Dazu unterzeichnete er ein Plakat des Bayerischen Bündnisses zur Initiative für ein Lieferkettengesetz.

 

Beide Minister treten im Bundeskabinett aktuell für ein Lieferkettengesetz ein, mit dem Unternehmen dazu verpflichtet werden, bei ihren weltweiten Zulieferern auf Menschenrechte zu achten und Umweltzerstörung zu vermeiden. Erschreckende Berichte über brennende Fabriken, ausbeuterische Kinderarbeit oder zerstörte Regenwälder zeigen immer wieder: Freiwillig kommen Unternehmen ihrer Verantwortung oftmals nicht ausreichend nach. Daher fordern die beiden Minister und ein breites Bündnis von Nichtregierungsorganisationen ein Lieferkettengesetz. Dieses ist auch im aktuellen Koalitionsvertrag vorgesehen – scheitert gerade aber am Widerstand von Bundeswirtschaftsminister Altmaier.

 

Das Faire Forum Freising ist der Meinung, dass Unternehmen, die Schäden an Menschen und Umwelt in ihren Lieferketten verursachen oder in Kauf nehmen, dafür haften müssen. Skrupellose Geschäftspraktiken dürfen sich nicht länger lohnen. Das Gesetz würde auch solche Unternehmen belohnen, die sich seit langer Zeit selbstverständlich für Menschenrechte und Umweltschutz einsetzen.

 

Unter anderem mehr als 230 katholische Bischöfe weltweit, Bayerns Landesbischof Bedford-Strohm sowie zahlreiche Abgeordnete im Bayerischen Landtag und im Deutschen Bundestag fordern ein solches Lieferkettengesetz mit verbindlichen Regelungen für Unternehmen.

 

Ergänzend zu einer bundesweiten Kampagne für ein Lieferkettengesetz existiert auch in Bayern ein Bündnis (www.lieferkettengesetz-bayern.de), das mehr unternehmerische Verantwortung in der globalen Lieferkette von Unternehmen einfordert. Hierzu gehören Brot für die Welt / Diakonisches Werk in Bayern, BUND Naturschutz in Bayern e.V., Campo Limpo e.V., DGB-Bayern, Eine Welt Netzwerk Bayern e.V., FAIR Handelshaus Bayern eG, Micha, Misereor in Bayern und Mission EineWelt.

 

Dr. Alexander Fonari, Vorstand im Eine Welt Netzwerk Bayern e.V. erinnert an Artikel 151 der Bayerischen Verfassung. Demnach dient die gesamte wirtschaftliche Tätigkeit dem Gemeinwohl, insbesondere der Gewährleistung eines menschenwürdigen Daseins für alle.

 

 

Für Rückfragen stehen zur Verfügung:

Monika Hobmair, Heide Hoffmann, Faires Forum Freising, Tel. 08161/5445252

E-Mail: fairtrade@freising.de

 

Dr. Alexander Fonari, Vorstand Eine Welt Netzwerk Bayern e.V., Tel. 089/350 40 796, E-Mail: fonari@eineweltnetzwerkbayern.de

 


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