Weltgebetstagskaffee

Weltgebetstag 2020 am 06.03.20 mit Liturgie aus Simbabwe

„Steinhäuser“ heißt der Name des Landes Simbabwe übersetzt aus der Sprache der Shona, die etwa 70 % der Bevölkerung des Landes im südlichen Afrika bilden. Der Name geht auf alte Ruinenstätten aus vorkolonialer Zeit zurück. Sie sind Reste der ersten afrikanischen Häuser, die aus Stein gebaut worden sind. Wir assoziieren meist Hunger, Arbeitslosigkeit, Energieknappheit und Binnenflucht mit Simbabwe. Unter der Herrschaft von Robert Mugabe – von den einen als Revolutionär gepriesen, von den anderen als Diktator gefürchtet – schien das Land wie gelähmt zu sein. Mit reichen Bodenschätzen gesegnet und von einer starken Landwirtschaft in der Kolonialzeit geprägt ist die Wirtschaft nach Aufhebung der Apartheid fast zusammengebrochen. Stark dazu beigetragen haben durch den Klimawandel verstärkte Wetterextreme wie Überschwemmungen und Dürren. So fallen ganze Ernten aus. Das bedroht die Lebensgrundlage vieler Menschen.

Frauen aus Simbabwe haben für die Liturgie des Weltgebetstags 2020 das Motto „Steh auf und geh!“ gewählt. Sie erinnern damit an die Heilung eines Langzeit-Gelähmten aus Johannes 5 und erkennen die Bedeutung des Evangeliums in ihrer Gegenwart als einen Aufruf, die Lähmungen der dunklen, schwierigen Vergangenheit in Simbabwe hinter sich zu lassen und sich einer vielversprechenden Zukunft zuzuwenden.

Dazu kann auch der Faire Handel beitragen, damit Simbabwe gehen lernt. Zum ersten Mal gibt es einen Weltgebetstagskaffee aus feinsten afrikanischen Arabica-Bohnen. Da man sich in vielen Gemeinden nach den Gottesdiensten am Weltgebetstag noch zum Kaffeetrinken trifft, wäre das eine gute Möglichkeit, eigenen Genuss mit einer solidarischen Handlung zu verbinden. Bitte rechtzeitig bestellen!

Außerdem bieten wir unterschiedliche Rooibos-Tees aus Simbabwe an sowie diverse Sorten Bio-Maniok-Chips. Auch damit kann man gut Gäste bewirten. Des weiteren sind aus Anlass des Weltgebetstages Kunsthandwerk-Artikel aus Simbabwe und Literatur aus und über Simbabwe zu erhalten.