Oberkirchenrätin Barbara Rudolph

Am Mittwoch, 13.03.2019, 19:30 Uhr
im Rathaus Lüttringhausen, Kreuzbergstr. 15, 42899 Remscheid

„Wenn das Gespräch ausbleibt, wächst der Rassismus.“
Von der Schwierigkeit, einen israelisch-palästinensisch-deutschen Dialog zu führen.

Referentin: Oberkirchenrätin Barbara Rudolph, Düsseldorf

Antisemitische Übergriffe häufen sich. Das muss thematisiert werden, schon um eine wehrhafte Haltung dagegen zu unterstützen. Richtige Worte zur rechten Zeit helfen dabei.
Zum anderen ist gar nicht mehr so klar, was alles unter „Antisemitismus“ verstanden wird. Der Staat Israel ist auf Grund eines UNO-Beschlusses zustande gekommen. Zum Beschluss gehört auch, eine Zwei-Staaten-Lösung für Israel und ein selbständiges Palästina zu verfolgen, um die Region zu befrieden. Die Regierung in Israel verfolgt eine andere Politik. Schon die politische Debatte über diese Politik erhält schnell das Etikett „Antisemitismus“. Gespräche kommen nicht zustande, Erfahrungen können nicht ausgetauscht werden. Wo nicht gesprochen wird, wachsen Vorurteile und ein Klima, das Gewalt an Stelle des Gesprächs setzt.

Dem kann man nicht einfach zusehen. Der Abend soll dazu dienen, die Schwierigkeiten im Dialog genauer wahrzunehmen und Gespräche vorzubereiten. Barbara Rudolph bringt dazu viele Erfahrungen ein, aus Gesprächen in Israel/Palästina und im Rheinland. Als Oberkirchenrätin der Evangelischen Kirche im Rheinland ist sie beauftragt, die Chancen eines Dialogs zu suchen.

Ökumenische Initiative Lüttringhausen in Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk Wuppertal, Solingen, Remscheid