Einen besonderen Thementag zu fair gehandelter Kleidung hatte die Ökumenische Initiative am 20.09.18 organisiert. Wiebke Nauber aus Gruiten hatte ihr „Gefairt“ vor dem F(l)air-Weltladen geparkt. In ein altes Postauto hat sie ein Modegeschäft eingebaut, um Menschen fair gehandelte Kleidung anzubieten. Viele Kundinnen und Kunden waren neugierig gekommen und am Abend zog Wiebke Nauber zufrieden Bilanz. Zumal genauere Informationen zur heute üblichen Modeproduktion in einem Film „The true cost“ dargestellt wurden: 16-Stunden-Arbeitstage für die Näherinnen, die unter dem Druck großer Handelsketten zu Billigstlöhnen arbeiten müssen. Arbeitssicherheit steht als Thema nur auf dem Papier. Der Tag ist so lang, dass sich die Näherinnen kaum um ihre eigenen Kinder kümmern können. Der ökologische Unfug: viele Kleidungsstücke haben schon einmal eine Weltreise hinter sich, bevor sie in unserem Handel landen. Versuche, durch Selbstverpflichtung der Firmen bessere Verhältnisse zu schaffen, kommen nur sehr langsam voran.
In einem lebendigen Gespräch trugen die Zuschauer ihre eigenen Erfahrungen und Kenntnisse zusammen. Konkrete Bitte an den F(l)air-Weltladen: man möge eine Übersicht erstellen, wo in erreichbarer Nähe Geschäfte mit dem Schwerpunkt „Faire Kleidung“ zu finden sind….., …… wenn Wiebke Nauber nicht immer wieder mit ihrem „Gefairt“ vor Ort sein kann. Übrigens: ein Besuch in den Weltläden Ronsdorf oder Wermelskirchen kann ein erster Schritt sein. Jhn