Die Stadt Remscheid hat als Fair-Trade-Town am 16.10.18 Cruz Dolores Benítez von der Frauen-Kaffeekooperative APROLMA aus Honduras durch den Stadtkämmerer Sven Wiertz und Bürgermeister David Schichel mit zahlreichen weiteren Gästen herzlich begrüßt. Wir danken dem rga., dass wir den Bericht von Sabine Naber vom 18.10.18 hier abdrucken dürfen.

Remscheider Generalanzeiger vom 18.0.18
Kaffeebäuerinnen arbeiten autark
Stadt, Land, Gepa und Ökumenische Initiative unterstützen das Projekt „Aprolma“.
Von Sabine Naber
Bild (v.l.n.r.) Sven Wiertz, David Schichel, Manfred Brauers (Ökumenische Initiative Lüttrin-ghausen) Cruz Dolores Benítez (APROLMA), Sabine Naber Foto:© Heinz-Willi Bissels

Besuch aus Honduras am Dienstagabend im Rathaus: Bürgermeister David Schichel, Stadtdirektor Sven Wiertz und Vertreter der Steuerungsgruppe Fair-Trade-Town und der Ökumenischen Initiative begrüßten Cruz Dolores Benitez von der Kaffeebäuerinnen-Kooperative Aprolma.
Schon seit Jahren arbeitet der F(l)air-Weltladen erfolgreich mit den Kaffeebäuerinnen zusammen. Im Rahmen der Maßnahmen zur Fair-Trade-Town Remscheid 2017 wurde im September ein weiterer Schritt zur Unterstützung des fairen Handels durch die Stadt unternommen.
Administrativ und mit Fördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und in Zusammenarbeit mit der Gepa und der Ökumenischen Initiative wird das kommunale Partnerschaftsprojekt mit Aprolma unterstützt. Benitez stellte das Projekt in ihrer Muttersprache vor, Andrea Fütterer, Vorsitzende des Forums Fairer Handel und Mitarbeiterin der Gepa übersetzte. „Dieses Projekt bedeutet uns Frauen viel. Wir sind dankbar, dass wir jetzt autark arbeiten, unseren Kaffee selbst exportieren können. Das garantiert Qualität während des gesamten Prozesses“, schilderte die Kaffeebäuerin.
Fair produzierte und gehandelter Kaffee ist verfügbar
Bisher wurde nur angebaut, jetzt wird der Kaffee auch verarbeitet. Für die Frauen bedeute das eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen und mehr Arbeitsplätze. „Wir haben im vergangenen Jahr viel lernen müssen. Zum Beispiel, auf den Röstpunkt zu kommen, die Hygiene zu beachten, bei der Verkostung den Geschmack der Verbraucher zu treffen. Das war eine große Herausforderung, die wir in einem Jahr geschafft haben“, fasste es Benitez zusammen. Sie ist stolz, dass ihr Kaffee ab sofort verfügbar ist.
Im Namen der Stadt und der Partner nannte Wiertz das Projekt bestechend und unterstützungswürdig. „Kein Land lebt für sich allein“, zitierte Wiertz den ehemaligen Bundeskanzler und früheren SPD-Bundesvorsitzenden Willy Brandt und betonte, dass am Dienstagabend natürlich fair gehandelter Kaffee auf dem Tisch stand.
Fördermittel in Höhe von 32 000 Euro steuert NRW bei, die Gepa beteiligt sich mit 10 000 Euro und der Weltladen mit 4600 Euro an diesem Projekt, durch das Maschinen und Anlagen zur Weiterverarbeitung von Kaffeebohnen bis zur Exportreife angeschafft werden können. Mit dem Ziel, die Standards für biologischen und fairen Kaffee selbst zu kontrollieren und einhalten zu können. Benitez bedankte sich mit einer Anerkennungsurkunde bei allen Beteiligten für die Hilfe und Unterstützung.