{"id":542,"date":"2020-09-22T11:45:07","date_gmt":"2020-09-22T09:45:07","guid":{"rendered":"https:\/\/weltlaeden.de\/boeblingen\/?page_id=542"},"modified":"2025-06-11T10:15:39","modified_gmt":"2025-06-11T08:15:39","slug":"geschichte-text","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/weltlaeden.de\/boeblingen\/ueber-uns\/geschichte-text\/","title":{"rendered":"Geschichte TEXT"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p><strong>Inhaltsverzeichnis:<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Bilder in chronologischer Reihenfolge, sofern bekannt<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Fritz Blocher: Geschichte des B\u00f6blinger Weltladens \u2013 ein \u00dcberblick<\/li>\n<\/ul>\n<p>Udo Freier:\u00a0 Interview mit Gisela Blu<\/p>\n<ul>\n<li>Von der Gr\u00fcndung des \u00a0Arbeitskreises Dritte Welt 1971 bis 1979<\/li>\n<li>Karl-Heinz M\u00fcnch: Vom \u201eArbeitskreis Dritte Welt\u201c 1979 zum Weltladen<br \/>\nFritz Blocher: Festschrift zum 25j\u00e4hrigen Bestehen des Weltladens vom 18. Nov. 2005<\/li>\n<li>Ursel Weste: 1984: Wareneinkauf damals.<\/li>\n<li>Irmgard Betz: 1984: Impressionen vom Ladendienst<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Dr. Fritz Blocher:<br \/>\nGeschichte des B\u00f6blingen Weltladens \u2013 ein \u00dcberblick\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Der folgende \u00dcberblick soll die Entstehung des Weltladen B\u00f6blingen in seinen Anf\u00e4ngen zeigen. Die Auseinandersetzung um die Dritte Welt, der Arbeitskreis, der Gr\u00fcne Turm und schlie\u00dflich der Laden in der Stadtgrabenstrasse sind die Etappen.<br \/>\nEin erster \u00dcberblick:<\/p>\n<p><strong>Mitte der siebziger Jahre:<\/strong><\/p>\n<p>unter der Leitung von Pfarrerin Blocher entsteht im B\u00f6blingen Haus der Begegnung am Berliner Platz ein Gespr\u00e4chskreis zu Problemen der Dritten Welt. Teilnehmer waren unter anderem Dr. R. K\u00fcster und R. Wittur, beide IBM-Mitarbeiter.<\/p>\n<p><strong>1980:<\/strong><\/p>\n<p>Gr\u00fcndung eines Weltladens im Gr\u00fcnen Turm, in dem fair gehandelte Produkte aus Entwicklungsl\u00e4ndern verkauft werden. Der Arbeitskreis Dritte Welt, dessen ehrenamtliche Mitarbeiter den Laden betreiben und die sich 14 t\u00e4glich zur Weiterbildung und zur Vorbereitung von \u00f6ffentlichen Dritte-Welt Aktionen treffen.<\/p>\n<p>Der Weltladen ist mit einem Stand auf den B\u00f6blingen Weihnachtsmarkt vertreten. Ein gebrauchter VW-Bus wird gekauft, mit dem der Weltladen den samst\u00e4glichen Wochenmarkt vor dem St\u00e4dtischen Feierraum beschickt.<\/p>\n<p><strong>1988:<\/strong><\/p>\n<p>Theaterauff\u00fchrung der Mitarbeiter des Weltladens und des Asylbewerber Arbeitskreises, unterst\u00fctzt von Lehrern und Sch\u00fclern des Otto Hahn Gymnasiums im \u00fcberf\u00fcllten Saal der Volkshochschule. Gespielt wird \u201cTribunal 88\u201c, eine Kritik an der Konferenz des Internationalen W\u00e4hrungsfonds angesichts des gr\u00f6\u00dfer werdenden Schuldenberges der Entwicklungsl\u00e4nder.<\/p>\n<p><strong>1998:<\/strong><\/p>\n<p>Umzug des Weltladens in ein gr\u00f6\u00dferes Ladengesch\u00e4ft in der Stadtgrabenstra\u00dfe 27. Der Umsatz und die Zahl der ehrenamtlichen Mitarbeiter steigen deutlich an. Aus \u00dcbersch\u00fcssen werden in den folgenden Jahren verschiedene Dritte-Welt Projekte finanziert, unter anderem eine \u00d6lm\u00fchle in Burkino Faso.<\/p>\n<p><strong>2002<\/strong><br \/>\nim Weltladen wird das in Ostafrika spielende Theaterst\u00fcck \u201eVerhei\u00dfenes Land\u201c von der Sindelfinger Theatergruppe \u201eKulisse\u201c aufgef\u00fchrt<\/p>\n<p><strong>Dr. Udo Freier: Interview mit Pfarrerin a.D. Gisela Bluth-Blocher<\/strong><\/p>\n<p><strong>Wie kam es zur Gr\u00fcndung des Arbeitskreises Dritte Welt, was war dabei <\/strong><\/p>\n<p><strong>Deine Aufgabe?<\/strong><\/p>\n<p>Im Oktober 1970 bekam ich im Kirchenbezirk B\u00f6blingen als Vikarin eine 50%-Stelle und konnte erreichen, nur f\u00fcr die Erwachsenenbildung zust\u00e4ndig zu sein. Von Dekan Jakob Straub erhielt ich den Dienstauftrag, u.a. einen Arbeitskreis Dritte Welt auf KIrchenbezirksebene aufzubauen. Hierzu fand Anfang 1971 ein 4 Abende umfassendes Seminar statt, das von evangelischen und katholischen Kirchengemeinden in B\u00f6blingen und Sindelfingen sowie der Volkshochschule veranstaltet wurde. Das Thema war &#8222;Was ist Entwicklung&#8220;. Zur Vorbereitung hatte ich ein Team von 8 Personen gebildet. Das Seminar fand mit etwa 60 Teilnehmern aus B\u00f6blingen und Sindelfingen statt. Ein Ergebnis dieses Seminars war das Interesse einer weiterf\u00fchrenden Zusammenarbeit. Der Arbeitskreis Dritte Welt B\u00f6blingen-Sindelfingen wurde gegr\u00fcndet und begann mit seiner Arbeit.<\/p>\n<p><strong>Wo tagte der Arbeitskreis?<\/strong><\/p>\n<p>Treffpunkt war ein Raum in der Evangelischen Vers\u00f6hnungskirche auf dem Goldberg die etwa in der Mitte zwischen B\u00f6blingen und Sindelfingen liegt. Der Gemeindepfarrer Herrmann stellte dem Arbeitskreis einen Raum zur Verf\u00fcgung. Vierzehnt\u00e4glich traf man sich zu verschiedenen Themen, beispielsweise &#8222;Die Kolonialzeit und ihre Folgen f\u00fcr die L\u00e4nder der Dritten Welt&#8220;.<br \/>\nNach einiger Zeit gab es Differenzen, man trennte sich und es gab einen Arbeitskreis Sindelfingen und einen Arbeitskreis B\u00f6blingen, den ich leitete.<\/p>\n<p><strong>Was war die Aufgabe des Arbeitskreises?<\/strong><\/p>\n<p>Der Arbeitskreis traf sich regelm\u00e4\u00dfig im Haus der Begegnung, Berliner Stra\u00dfe 39.<\/p>\n<p>Es folgten Seminare, die der B\u00f6blinger Arbeitskreis zusammen mit der Volkshochschule veranstaltete, z.B. zum\u00a0 Thema Tansania. Die Volkshochschule hat sich mit ihrer Programmzeitung und \u00fcber Infobl\u00e4tter an der Werbung beteiligt. Ich habe aber beispielsweise zusammen mit meinem Mann Handzettel in die Briefk\u00e4sten verteilt. Daneben haben die ev. Kirchengemeinden sich an der Finanzierung der Werbemittel, z.B. Plakate, Handzettel, beteiligt. Die Seminare waren sehr erfolgreich, teilweise kamen \u00fcber 60 Teilnehmer.<br \/>\nSehr engagiert war Reinhard K\u00fcster, ein ehemaliger Physiker aus dem IBM-Labor Rauer Kapf, der mich bei dieser Arbeit unterst\u00fctzt hat. Er ist 2005 verstorben.<\/p>\n<p>Bald wurde ein \u00f6komenischer \u00a0Ausschuss gegr\u00fcndet, in dem alle Kirchengemeinden vertreten waren. Hier gab es einen Dritte-Welt-Ausschuss, der neben dem Arbeitskreis Dritte Welt existierte. Seine Aufgabe war, das Thema Dritte Welt in die Kirchengemeinden zu bringen. Der Arbeitskreis Dritte Welt und der \u00f6kumenische Ausschuss arbeiteten parallel und erg\u00e4nzten sich, der eine mit politischen, der andere mit kirchlichem Schwerpunkt.<\/p>\n<p><strong>Was war der gr\u00f6\u00dfte Erfolg des Arbeitskreises?<\/strong><\/p>\n<p>Der gr\u00f6\u00dfte Erfolg der beiden Arbeitskreise war eine Veranstaltung zum Thema &#8222;Eine Welt&#8220; am 2. Advent 1976 in der in der (heute abgerissenen) Sporthalle B\u00f6blingen mit \u00fcber 3000 Besuchern. Die einzelnen Kirchengemeinden in B\u00f6blingen und Sindelfingen hatten beschlossen, statt der eigenen Veranstaltung eine gemeinsame, zentrale Veranstaltung zu organisieren. Im Mittelpunkt stand ein Musical von Peter Jantzen und einer Ansprache von Landesbischof Cla\u00df, damaliger Ratsvorsitzender der EKD (verstorben 1998).\u00a0 Es waren Kinderch\u00f6re und eine Theatergruppe beteiligt. Es gab einen Verkauf von Dritte-Welt-Waren. Dieser gro\u00dfe Erfolg kam durch die Werbung in allen beteiligten Kirchengemeinden und durch ein gro\u00dfes Engagement des Arbeitskreises zustande, z.B. Handzettel, Plakate, Presse. Ich hatte Handzettel bis nach Stuttgart-Vaihingen verschickt. Die Kreiszeitung hatte eine Extraseite gedruckt.<\/p>\n<p><strong>Wann hat der Verkauf von Dritte-Welt-Waren begonnen?<\/strong><\/p>\n<p>Der\u00a0 Verkauf von Dritte-Welt-Waren begann etwa 1973 auf dem Wochenmarkt.<br \/>\nImmer mehr Kirchengemeinden beteiligten sich an einer \u00f6kumenischen Zusammenarbeit. Sehr gern habe ich mit Pfarrer L\u00f6ffler von der kath. Gemeinde St. Maria, Berliner Str. zusammengearbeitet. Dort fand der erste regelm\u00e4\u00dfige Verkauf im Gemeindesekretariat statt.<\/p>\n<p><strong>Was waren die Dritte-Welt-Sonntage in B\u00f6blingen?<\/strong><\/p>\n<p>Ab 1974 fand an jedem 2. Advent in allen evangelischen und katholischen Gemeinden in B\u00f6blingen ein Dritte-Welt-Sonntag statt. Es gab ein gemeinsames Programm, Kanzeltausch (Pfarrer predigten in Nachbargemeinden), Theaterst\u00fccke von Sch\u00fclern wurden aufgef\u00fchrt. Hier war auch mein Mann aktiv, es wurden z.B Dritte-Welt-Waren verkauft. Mein Impuls zu dieser \u00f6kumenischen Veranstaltung fand in den Gemeinden eine sehr positive Resonanz.<\/p>\n<p><strong>Dein Engagement wurde durch Deinen Aufenthalt in Afrika unterbrochen. Wann war das?<\/strong><\/p>\n<p>Ich ging mit meiner Familie von August 1977 bis Dezember nach Tansania. Dort haben wir praktische Entwicklungsarbeit geleistet.<\/p>\n<p>Bereits damals hatte man die Idee eines Weltladens in B\u00f6blingen diskutiert.<\/p>\n<p><strong>Du hattest Dich in dieser Diskussion kritisch ge\u00e4u\u00dfert, was waren Deine Bedenken?<\/strong><\/p>\n<p>Ich bef\u00fcrchtete, dass ein Weltladen nur ein Nischendasein f\u00fchren kann, dass er nur von wenigen Menschen wahrgenommen wird, dass unsere politische Botschaft nur wenige Menschen erreicht und dass der Warenumsatz und die daraus resultierende Hilfe f\u00fcr die L\u00e4nder Dritten Welt sehr begrenzt sein wird. Meine Vorstellung war, dass die Produkte aus den L\u00e4ndern der Dritten Welt in allen L\u00e4den gekauft werden k\u00f6nnen und sichtbar sein m\u00fcssen. Die Menschen m\u00fcssen in den L\u00e4den \u00fcber diese Produkte geradezu stolpern. Ich h\u00e4tte es besser gefunden, hierzu den Einzelhandel zu \u00fcberzeugen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem hatte ich bef\u00fcrchtet, das Dritte-Welt-Engagierte zeitlich und fachlich \u00fcberfordert sein k\u00f6nnten.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Karl-Heinz M\u00fcnch: Vom &#8218;Arbeitskreis Dritte Welt&#8216; zum Weltladen<\/strong><\/p>\n<p><strong>Der Arbeitskreis Dritte Welt (AK3.W)<\/strong><\/p>\n<p>Mein Kontakt zum Arbeitskreis begann im Mai 1979. Ich begann in diesem Monat meinen Dienst als Erwachsenenbildungsreferent im Evangelischen Kirchenbezirk B\u00f6blingen.<\/p>\n<p>Zu den Aufgaben des EB-Referenten geh\u00f6rte auch die Begleitung des Arbeitskreises \u00a0im Haus der Begegnung B\u00f6blingen. Ein Mitglied war im Leitungskreis am Haus der Begegnung vertreten und somit auch an der Einstellung des EB-Referenten beteiligt. (1979: Roland Wittur, sp\u00e4ter Entwicklungsexperte beim DED).<\/p>\n<p>Der AK selbst wurde als Gruppe im Bereich der Evangelischen Erwachsenenbildung (EB) 1974 gegr\u00fcndet und seit Gr\u00fcndung von der EB betreut. Er wurde inhaltlich und auch finanziell vom Kirchenbezirk BB unterst\u00fctzt, verstand sich selbst aber von Anfang an als \u00fcberkonfessionell.<\/p>\n<p>Die Gruppe traf sich 14-t\u00e4gig und z\u00e4hlte bis zu 20 Mitglieder (Studenten, Hausfrauen, Pfarrer, Sch\u00fcler, P\u00e4dagogen, EDV-Experten, Ingenieure -von 16 bis 70- aus B\u00f6blingen, Sindelfingen und Umgebung).<\/p>\n<p>Neben den regelm\u00e4\u00dfigen Treffen im Haus der Begegnung fanden Wochenendseminare statt (sp\u00e4ter h\u00e4ufig in Zusammenarbeit mit der VHS B\u00f6blingen).<\/p>\n<p>Themen: Ursachen und Zusammenh\u00e4nge von Armut und Reichtum, Konsequenzen und Forderungen f\u00fcr die Politik und jeden Einzelnen, Sensibilisierung der Bev\u00f6lkerung f\u00fcr Fragen der Gerechtigkeit und Frieden in der &#8218;Einen Welt&#8216;.<\/p>\n<p>Pflichtlekt\u00fcre des Schweizer \u00d6konomen Rudolf H. Strahm: \u201eWarum sie so arm sind\u201c. Nicht nur im AK3.W selbst wurde entwicklungspolitisch diskutiert, immer wieder brachte sich der AK in der \u00d6ffentlichkeit mit seinen Anliegen ein.<\/p>\n<p>Beispiele:<\/p>\n<p>&#8211; Tag f\u00fcr Haiti 1991 mit szenischer Lesung<\/p>\n<p>&#8211; eigene entwicklungspolitische Theater-AG mit kritischen Beitr\u00e4gen zur Politik des IWF<\/p>\n<p>&#8211; Konzerte mit Groupo Sal und anderen K\u00fcnstlern aus Afrika und Lateinamerika<\/p>\n<p>&#8211; Lesung mit Ernesto Cardenal<\/p>\n<p>&#8211; Theaterst\u00fcck der Berliner Companie &#8218;Oscar Romero&#8216;,<\/p>\n<p>&#8211; Aktionen zu 500 Jahre Entdeckung Lateinamerikas<\/p>\n<p><strong>Der Dritte-Welt-Laden<\/strong><\/p>\n<p>Neben dem entwicklungspolitischen Anspruch wurde die Frage des gerechten Handels immer wichtiger. Es bestand Handlungsbedarf.<\/p>\n<p>Die Diskussion \u00fcber die Gr\u00fcndung eines &#8218;Dritte Welt-Ladens&#8216; lie\u00df nicht lange auf sich warten.<\/p>\n<p>Um sich zu Informieren, wurden Exkursionen nach Stuttgart und Herrenberg durchgef\u00fchrt, hier gab es bereits L\u00e4den auf ehrenamtlicher Basis. Probleme bei der Realisierung in B\u00f6blingen gab es genug:<\/p>\n<p>&#8211; Wo gibt es geeignete und bezahlbare R\u00e4ume?<\/p>\n<p>&#8211; Woher kommt ein Startkapital f\u00fcr Ladeneinrichtung und Erstbest\u00fcckung?<\/p>\n<p>&#8211; Sind ausreichend MitarbeiterInnen vorhanden, um normale \u00d6ffnungszeiten zu garantieren?<\/p>\n<p>&#8211; Nimmt die B\u00f6blinger Bev\u00f6lkerung ein solches Angebot an?<\/p>\n<p>Anfang der 80er Jahre war es dann soweit. Die Ladengr\u00fcndung wurde beschlossen.<\/p>\n<p>Die Evangelische Gesamtkirchengemeinde stellte das 1. OG im Gr\u00fcnen Turm, ein B\u00f6blinger historisches Geb\u00e4ude, zur Verf\u00fcgung. Eine Elektroheizung wurde eingebaut.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Jahresmiete (inkl. Heizung) und Strom betrug 500,- DM. Dieses Problem schien gel\u00f6st.<\/p>\n<p>Startkapital? Der Bedarf f\u00fcr Renovierung, Ladeeinrichtung und Erstwarenbestand wurde auf ca. 5.000,- DM beziffert. Evangelische und Kath. Gesamtkirchengemeinden gaben jeweils einen \u00fcberschaubaren Zuschuss, den L\u00f6wenanteil von<\/p>\n<p>etwa 4.000 DM brachte die Gruppe selbst auf.<\/p>\n<p>Bei einem &#8218;historischen&#8216; Arbeitskreistreffen gew\u00e4hrten die Mitglieder -je nach individuellen M\u00f6glichkeiten- dem AK3.W pers\u00f6nliche Darlehen zu Ladengr\u00fcndung.<\/p>\n<p>Der kleinste Betrag eines Sch\u00fclers betrug 20.- DM, der gr\u00f6\u00dfte (Ingenieur) 1000,- \u20ac.<\/p>\n<p>Die Summe lag bereits am Gr\u00fcndungsabend &#8218;auf dem Tisch&#8216;, mit Begeisterung gingen die AK-Mitglieder ans Werk. Rasch war der Laden renoviert und die in Leonberg ans\u00e4ssige GEPA (Gesellschaft zur F\u00f6rderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt) lieferte Waren aus fairem Handel.<\/p>\n<p>Damit hatte der Landkreis B\u00f6blingen (neben Herrenberg) den 2. &#8218;Dritte Welt-Laden. F\u00fcr den Landkreis, ja f\u00fcr den Gro\u00dfraum Stuttgart seinerzeit etwas Besonderes.<\/p>\n<p>Der AK3.W konstituierte sich auf Vereinsbasis, eine Voraussetzung f\u00fcr den Ladenbetrieb.<\/p>\n<p>In der Anfangsphase des Ladens wurde leidenschaftlich \u00fcber das Produktsortiment diskutiert und gestritten. Jute statt Plastik, der Slogan der ersten Stunde. Jutetaschen, Kaffee und Tee oder Honig, alles von gemeinn\u00fctzigen Kooperativen waren selbstverst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p>Strittig dagegen war z.B. Wein oder Kunsthandwerk. Auch ein gro\u00dfes Sortiment an &#8218;Umweltschutzpapier&#8216; wie Hefte f\u00fcr Sch\u00fcler oder UWS-Kopierpapier geh\u00f6rte zum Sortiment.<\/p>\n<p>F\u00fcr die die damalige Zeit ein Angebot, was selbst f\u00fcr manches Papierwarengesch\u00e4ft noch nicht selbstverst\u00e4ndlich war.<\/p>\n<p>Da t\u00e4glich andere Ehrenamtliche im Laden verkauften, wurde der Sch\u00fcssel im Fahrradgesch\u00e4ft Jaiser BB abgegeben.<\/p>\n<p>Einmal wurde die Kasse aus dem Laden entwendet, der Dieb aber zeigte Reue und brachte sie samt Inhalt nach einigen Wochen zur\u00fcck.<\/p>\n<p>In der Praxis jedoch hatte sich der erste Laden weniger bew\u00e4hrt. Die Lage erwies sich als ung\u00fcnstig, besonders im Winter war der Treppenaufstieg (nicht nur f\u00fcr \u00e4ltere Kunden) recht gef\u00e4hrlich.<\/p>\n<p>\u00d6ffnungszeiten nur nachmittags. Das manchmal nachmittags nur 1-2 Kunden kamen (manchmal auch niemand) st\u00f6rte anfangs nicht so sehr. Die &#8217;normale Hausfrau&#8216; geh\u00f6rte eher selten zu den Besuchern.<\/p>\n<p>Doch wenn sie schon mal im Laden waren, wurden sie durch Kaufboykott-Parolen abgeschreckt wie etwa &#8222;Kauft keine Waren aus S\u00fcdafrika&#8220;. Sch\u00fclerInnen trafen sich bei Kaffee oder Tee, diskutierten \u00fcber eine gerechtere Welt und nahmen den Laden (ohne Kaufabsicht) gerne als Treffpunkt an.<\/p>\n<p>Auch wenn der Laden zu 100% auf ehrenamtlicher Basis betrieben wurde, hat er sich \u00f6konomisch nicht rentiert. Jeder &#8217;normale Betrieb&#8216; h\u00e4tte bei diesen Ums\u00e4tzen nach wenigen Wochen geschlossen.<\/p>\n<p>Die j\u00e4hrlichen \u00dcbersch\u00fcsse, mit den Entwicklungsprojekte gef\u00f6rdert werden sollten, gingen gegen null. Gewinne erzielen war auch nicht das Hauptanliegen des AK3 W. Der Verkauf der Produkte selbst unterst\u00fctzte bereits die b\u00e4uerlichen Genossenschaften in der Produktionsl\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Dennoch &#8211; die Motivation war ungebrochen, mit einem mobilen Verkauf sollte durchgestartet werden.<\/p>\n<p><strong>Der Verkaufsbus<\/strong><\/p>\n<p>Ein liebevoll mit Regalen ausgestatteter und entsprechend umgebauter gr\u00fcner VW-Campingbus (2.000 DM) mit der Aufschrift &#8218;Kolonialwaren&#8216; und erweiterter Produktpalette kam ab Sommer 1991 w\u00f6chentlich 3x zum Einsatz:<\/p>\n<p>Freitags 17.00 &#8211; 20.00 Uhr B\u00f6blingen, Stadtgrabenstra\u00dfe (vor Volksbank),<\/p>\n<p>samstags BB Wochenmarkt, mittwochs Wochenmarkt Sch\u00f6naich.<\/p>\n<p>Auch konnte man sich den gef\u00fcllten Bus f\u00fcr ein Event in einer Schule oder Kirchengemeinde zum dortigen Verkauf ausleihen.<\/p>\n<p>Die Ums\u00e4tze jedoch waren auch hier \u00fcbersichtlich, nennenswerte Gewinne wurden nicht erzielt. Hinzu kam der nicht repr\u00e4sentative Zustand des Fahrzeugs, das nach weniger als 2 Jahren Einsatz aufgegeben wurde (Motorschaden). Was nun? Aufgeben? Das war nicht die Philosophie des AK 3.W.<\/p>\n<p>Der neue Verkaufsbus war ein nur wenige Monate alter neuwertiger Minibus von Suzuki (weiss). Klein, aber fein. (9.000 DM). Schnell wurde er als Verkaufsbus eingerichtet und war als wendiges Mini-Bussle oft im Einsatz. Dank pfiffiger Ausstattung wie passgenaue Regale, Markise und Au\u00dfenlicht war er in Minutenschnelle einsatzbereit.<\/p>\n<p>Bei einem Jubil\u00e4um im Haus der Begegnung wurde er kurzerhand ins Foyer geschoben. Er diente also nicht nur dem Verkauf, sondern war auch ein Repr\u00e4sentationsobjekt des AK3 W. Doch nach etwa 3 Jahren: Motorschaden (Bedienungsfehler des Fahrers) wurde das Projekt mobiler Warenverkauf aufgegeben.<\/p>\n<p>Mit dem Verkauf fair gehandelter Produkte in B\u00f6blingen, sowohl im Weltladen Gr\u00fcner Turm als auch mit den beiden Verkaufsmobilen wurden wichtige Akzente gesetzt.<\/p>\n<p>Immer mehr Bewusstsein in der Bev\u00f6lkerung war zu erkennen, Kirchengemeinden und Beh\u00f6rden fingen an, z.B. fair gehandelten Kaffee in ihren B\u00fcros, bei ihren Gemeindesfesten auszuschenken. &#8218;Normale Gesch\u00e4fte&#8216; nahmen z.B. den GEPA-Kaffe in ihr Sortiment auf. Die Ladenidee griff weiter um sich, immer mehr L\u00e4den entstanden und mit Hilfe der B\u00f6blinger Gruppe wurde auch in Sindelfingen ein Weltladen gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Auch die Begrifflichkeiten hatten sich ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Aus Dritte-Welt-L\u00e4den wurden Weltl\u00e4den: Fachgesch\u00e4fte f\u00fcr fairen Handel.<\/p>\n<p>Und wie sollte es in B\u00f6blingen weitergehen?<\/p>\n<p><strong>Der neue Laden in der Stadtgrabenstra\u00dfe<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem Gr\u00fcner Turm und 2 Verkaufsbusse nicht zukunftsf\u00e4hig waren, wurde 1999 leidenschaftlich \u00fcber einen neuen Laden diskutiert.<\/p>\n<p>Es gab 2 Alternativen: Weitermachen so wie bisher (m\u00e4\u00dfiger Verkauf, wenig Risiko, Schattendasein)<\/p>\n<p>oder: Neuer Laden in g\u00fcnstiger Lage, Einsatz von Kapital und Personal, orts\u00fcbliche Laden\u00f6ffnungszeiten). Es stand viel auf dem Spiel.<\/p>\n<p>Das alte Konzept galt als tot, nicht motivierend, wenig zukunftsorientiert, kaum Hoffnung auf Erfolg.<\/p>\n<p>Das neue Konzept: Hohes Risiko, ein Scheitern w\u00fcrde vermutlich ein endg\u00fcltiges Aus bedeuten.<\/p>\n<p>Es bot sich ein Laden in der B\u00f6blinger Stadtgrabenstra\u00dfe an, vermittelt durch Kath. Gesamtkirchengemeinde (Irmgard Betz). Orts\u00fcbliche Miete 2000.-DM.<\/p>\n<p>Das Projekt wurde angepackt und wie sich herausstellen sollte, mit Erfolg. Ein Partner wurde gewonnen (Altdorfer M\u00fchle) der seine Produkte in einer Ecke des Ladens anbot.<\/p>\n<p>Neue MitarbeiterInnen fanden sich und das wichtigste: Der Laden wurde und wird von der Bev\u00f6lkerung angenommen &#8211; und das gilt 15 Jahre nach Gr\u00fcndung des neuen Ladens immer noch.<\/p>\n<p><strong>Dr. Friedrich Blocher: 25 Jahre Weltladen<\/strong><\/p>\n<p>Manche von uns reiben sich die Augen und fragen: haben wir das wirklich alles erlebt? Oder haben wir das nur getr\u00e4umt als einen ernsten Traum? Nur, da gibt es ja heute Abend Gesichter, die wir kennen, die zu uns geh\u00f6ren aus den achtziger und neunziger Jahren.<\/p>\n<p>Einer erinnert sich noch an das Jahr 1980, als die Idee aufkam, nicht nur \u00fcber die 3.Welt zu diskutieren, sondern einen Dritte-Welt-Laden einzurichten.<\/p>\n<p>Mit Indio-Kaffee aus Guatemala fing es an, mit &#8222;Jute statt Plastik&#8220; Taschen, damals &#8222;in&#8220; bei den B\u00f6blinger\u00a0Sch\u00fclern, mit Schulheften aus Umweltpapier, mit Kerzen aus Soweto. S\u00fcdafrika war damals vor seiner Unabh\u00e4ngigkeit ein hervorragendes Thema. Wir schrieben Briefe an die Banken wegen ihrer Gesch\u00e4fte mit der Apartheid.\u00a0Alle 14\u00a0Tage trafen sich die damaligen Mitarbeiter im ersten Stock des Hauses der Begegnung, um sich zu informieren und zu beraten. Rudolf H. Strahms &#8222;Warum sie so arm sind&#8220; und Brigitte Erlers &#8222;T\u00f6dliche Hilfe&#8220;\u00a0waren unsere Stammautoren. Roland Bunzenthal Von der Frankfurter Rundschau, Dr. Kessler, der heutige Chefredakteur von \u00a0Publik Forum besuchten uns.<\/p>\n<p>Wer waren &#8222;wir&#8220;? Gestattet mir, ein paar Namen stellvertretend f\u00fcr alle anderen zu nennen: unser Joseph Haag geh\u00f6rte zu den Mitarbeitern und Verk\u00e4ufern der ersten Stunde. Maria Ruoff, die w\u00e4hrend des Ladendienstes Handschuhe und Socken f\u00fcr ihre Enkel strickte; sie wohnte eigentlich in Sindelfingen und als die Sindelfinger f\u00fcnf Jahre nach uns ihren eigenen Dritte-Welt Laden er\u00f6ffneten, \u00fcberbrachten wir Ihnen in einem alten Leiterw\u00e4gele, von einem Leintuch bedeckt, unsere Maria als \u00dcberraschungsgeschenk. Irmgard Betz, Uschi Werner und Ursel Weste geh\u00f6rten schon damals dazu, Eberhard und Leni Knoll, heute wohnhaft in Rosenfeld. Auch ein T\u00fcrke, unser Jaschar Duran war viele Jahre mit dabei.<\/p>\n<p>Nun, so wohl wir\u00a0uns im Gr\u00fcnen Turm f\u00fchlten, es zog uns doch immer wieder hinaus auf die Stra\u00dfen und Pl\u00e4tze unserer Stadt. Wir bewarben uns um einen Dritte-Welt Stand auf dem Weihnachtsmarkt und fanden daf\u00fcr weitere Verk\u00e4uferinnen und Verk\u00e4ufer, vor allen aus den Kirchengemeinden. Als der Internationale W\u00e4hrungsfonds mit Sitz in Washington\u00a01988 eine Jahrestagung in Berlin veranstaltete, demonstrierten wir dagegen mit einem Theaterst\u00fcck im vollbesetzten Zahl der Volkshochschule im H\u00f6fle, an dem sich verschiedene B\u00f6blingen Aktionsgruppen, darunter eine Asylbewerber-Gruppe, Sch\u00fcler B\u00f6blingen Schulen und die gro\u00dfen und kleinen Kinder der Weltladen-Mitarbeiter. Erinnerungen daran und an viele andere Aktionen finden Sie auf Fotos, Zeitungsausschnitten u.a. auf unserer Pinnwand.<\/p>\n<p>1992 beteiligten wir uns an einem Haiti-Tag\u00a0in der Kirche und im Gemeindehaus von St. Bonifatius. Aus dem f\u00fcr Dritte Welt Projekte bestimmten \u00dcberschuss aus unseren Verk\u00e4ufen\u00a0unterst\u00fctzten wir jahrelang ein handwerkliches Ausbildungszentrum auf Haiti.<\/p>\n<p>Schon 1990 hatten wir die Idee, einen VW-Bus als fahrbaren Laden einzurichten, um n\u00e4her an unsere Kunden heranzukommen. Er\u00a0stand einmal in der Woche auf dem Platz zwischen Volksbank und Deutsche Bank, sp\u00e4ter l\u00e4ngere Zeit samstags auf dem B\u00f6blingen Wochenmarkt beim St\u00e4dtischen Feierraum; au\u00dferdem einmal in der Woche auf dem Sch\u00f6naicher Markt, wo unsere Gerda Ebbinghaus regelm\u00e4\u00dfig Dienst machte; sie war einer unserer treuesten Mitarbeiterinnen und ihrer gedenken wir heute besonders, denn sie erlag schon 1997 ihrer schweren Krankheit.<\/p>\n<p>Doch zur\u00fcck zu unserem Gr\u00fcnen Turm. Bekanntlich f\u00fchren da viele Stufen von der Stra\u00dfe bis zur Ladent\u00fcr im ersten Stock hinauf, was sich je l\u00e4nger je mehr vor allem f\u00fcr unsere \u00e4lteren Kunden als Manko erwies. Die Ums\u00e4tze gingen allm\u00e4hlich zur\u00fcck, der Reiz des Neuen verblasste. Anfangs war der Laden\u00a0von Montag bis Freitag\u00a0an Nachmittagen ge\u00f6ffnet, dann nur noch dreimal, schlie\u00dflich nur noch Dienstag und\u00a0Donnerstag nachmittags. Das beunruhigte und besch\u00e4ftigte uns. Wie hei\u00dft es so sch\u00f6n in Heinrich B\u00f6ll Satire:\u00a0&#8222;Es muss etwas geschehen&#8220;, und es geschah dann auch etwas: keine Beerdigung wie in B\u00f6lls Geschichte, sondern ein neuer Aufbruch!<\/p>\n<p>Unsere Irmgard Betz hatte uns ihr Ferienhaus in Wittendorf im Schwarzwald zur Verf\u00fcgung gestellt und dort br\u00fcteten die im Lauf der Jahre etwas m\u00fcde gewordenen Ladner und Ladnerinnen miteinander. Gut, dass unsere Ingrid Richter aus Bietigheim dem H\u00e4uflein mit gutem Zureden und prima Ideen neuen Auftrieb verlieh! Und siehe da: eines Tages l\u00e4utete das Telefon: Herr Pfarrer Streit war am Apparat und bot uns einen gro\u00dfen \u00a0Laden in<\/p>\n<p>der\u00a0Stadtgrabenstra\u00dfe 27\u00a0an. Wie hie\u00df nun die Alternative: weiterwursteln im Gr\u00fcnen Turm oder:\u00a0einen viel besseren Standort bei ziemlich hoher Miete! Da ging das Diskutieren und Kalkulieren erst richtig los. Aber schlie\u00dflich am 1. Dezember 1998 zogen wir hier ein. Wieder kamen viele neue Helfer dazu, die uns alte K\u00e4mpen befl\u00fcgelten. 18 Jahre im Gr\u00fcnen Turm hatten wir geschafft, inzwischen sind schon wieder sieben Jahre vergangen und den Laden gibt es immer noch!<\/p>\n<p>Wenn ich daran denke, dass die B\u00f6blinger das Ladensterben in der Innenstadt beklagen, k\u00f6nnen wir uns mit unserer Leistung sehen lassen. Aber ich glaube, wir sind auch der einzige Laden in B\u00f6blingen, der nicht ein oder zwei oder drei Leuten geh\u00f6rt, sondern gleich 25, die alle gleichberechtigt sind und alle ehrenamtlich mitarbeiten, einen weiten Horizont haben, indem sie sich Weltladen nennen und die ihren vergr\u00f6\u00dferten Kundenkreis im neuen Laden noch gr\u00f6\u00dfer machen wollen.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr ist unser Laden sehr gut geeignet, er hat Platz und wurde zum heutigen Jubil\u00e4um mit teilweise neuen Regalen und neuer Beleuchtung noch attraktiver gemacht. Ich darf verraten, dass es unter unseren Mitarbeitern IBM-Ruhest\u00e4ndler gibt, die IBM gew\u00e4hrt allen ihren aktiven oder ehemaligen Mitarbeitern, die im gemeinn\u00fctzigen Projekten mitarbeiten, einen ansehnlichen Projektzuschuss, der diese Versch\u00f6nerung unseres Ladens erm\u00f6glichte. Daf\u00fcr danken wir als Weltladen herzlich.<\/p>\n<p>Im sch\u00f6nen gro\u00dfen Laden k\u00f6nnen und konnten wir immer wieder zu einem Weltladen-Fr\u00fchst\u00fcck einladen\u00a0und dazu prominente Besucher begr\u00fc\u00dfen; ich erw\u00e4hne nur unseren Oberb\u00fcrgermeister, den Landrat, den evangelischen und katholischen Dekan, die Direktorin von Brot f\u00fcr die Welt, Bundestagsabgeordnete unseres Wahlkreises und die parlamentarische Staatssekret\u00e4rin im Ministerium f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dr. Uschi Eid. Theaterst\u00fccke, Konzerte und Tanz kann man hier auff\u00fchren, in dem der vordere und hintere Teil des Ladens zu einem gro\u00dfen Raum umgebaut werden. Zu unserem afrikanischen St\u00fcck &#8222;Verhei\u00dfenes Land&#8220; waren 80 Personen Publikum anwesend.<\/p>\n<p>Liebe Freunde! Ich will nicht angeben, auch nicht zu rosig malen.\u00a0Wie sieht die Zukunft unseres Weltladens aus? Aus verschiedenen Gr\u00fcnden k\u00f6nnen wir zuversichtlich sein: Das Bewusstsein der Bev\u00f6lkerung f\u00fcr die Probleme in den Entwicklungsl\u00e4ndern ist in den letzten 25 Jahren gewachsen. Die B\u00f6blingen Mango-Aktion, an der wir als Weltladen mitmachen, zeigt dies deutlich, obwohl die Menschen wegen der hohen Arbeitslosigkeit oder drohender Arbeitslosigkeit gezwungen sind, sparsamer zu sein und preiswert einzukaufen.<\/p>\n<p>In der \u00d6ffentlichkeit sind wir bekannter geworden: viele B\u00fcrger kennen inzwischen den Weltladen.\u00a0Tageszeitung und Regionalfernsehen\u00a0\u00fcbernehmen unsere Beitr\u00e4ge und kommentieren Sie positiv. Wenn der SV B\u00f6blingen bei uns anfragt, ob wir uns an der Bandenwerbung auf dem Sportplatz beteiligen w\u00fcrden, freut uns das. S macht uns auch bei denen bekannt, die bisher nichts von uns wussten. Wenn die Schulen bei uns anfragen, ob sie f\u00fcr ihre Schulpraktika auch Praktikanten in den Weltladen schicken k\u00f6nnten, freut uns das ebenfalls.<\/p>\n<p>Mit solchen lokalen Aktionen stehen wir nicht allein: eine gro\u00dfe Zahl von Weltl\u00e4den -im Land Baden-W\u00fcrttemberg allein sind es 250- bieten im Rahmen der lokalen Agenda Kaffee mit ortseigenem Logo an. In unserem Landkreis schlossen sich die Weltl\u00e4den von B\u00f6blingen, Sindelfingen, Maichingen, Dagersheim und Herrenberg schon vor etlichen Jahren zu einem Forum der Welt L\u00e4den, einer lockeren Arbeitsgemeinschaft, zusammen.<\/p>\n<p>Was k\u00f6nnen wir aus der 25-j\u00e4hrigen Geschichte lernen? Dass die Arbeit der Information und entwicklungspolitische Bildung neben dem Verkauf von fair gehandelten Produkten nicht zu kurz kommen darf. Sie ist unser zweites Standbein. Fr\u00fcher waren wir darin aktiver, hatten aber auch noch keinen so gro\u00dfen Laden, der viele unserer Kr\u00e4fte bindet. Darum fordern wir sie alle heute abend auf, Mitarbeiter in unserem Weltladen zu werden oder nach Mitarbeitern in ihrem Bekanntenkreis Ausschau zu halten. Wir danken allen, die uns bisher geholfen<\/p>\n<p>haben: unseren Kunden, allen fr\u00fcheren und heutigen ehrenamtlichen Mitarbeitern, den F\u00f6rderern unseres Weltladens. M\u00f6ge er auch in den kommenden Jahren wachsen, bl\u00fchen und gedeihen!<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ursel Weste: Wareneinkauf damals<\/strong><\/p>\n<p>Als ich im Herbst 1985 zum Arbeitskreis kam, angeworben von Irmgard Betz, war der Warenbedarf gegen\u00fcber heute sehr viel kleiner. Wenige Kunden besuchten unser L\u00e4dle im Gr\u00fcnen Turm. Au\u00dfer Kaffee, Tee und Honig, wenig traditionellem Kunsthandwerk und Jutetaschen, f\u00fchrten wir damals Schulhefte und Briefpapier aus<br \/>\nUmweltschutzpapier. \u00a0Alle diese Waren mussten von uns geholt werden. Die GEPA unterhielt in Bad Cannstatt ein Lager. Sehr bald fiel mir diese Aufgabe zu, teilweise zusammen mit Uschi Werner. Dort herrschte ein sehr lahmer Betrieb. Man war gar nicht flexibel und ohne Terminabsprache lief gar nichts. Das Auto wurde bis zum Rand vollgepackt. In B\u00f6blingen angekommen, musste alles in den Turm die Treppe hochgeschleppt werden. Was nicht in den Turm passte wurde in meinem Keller zwischengelagert. Schon damals gab es einen geringf\u00fcgigen Mengenrabatt.<br \/>\nDies alles \u00e4nderte sich mit der Er\u00f6ffnung der GEPA Regionalstelle in Leonberg und bald auch durch unseren ersehnten Umzug in die Stadtgrabenstra\u00dfe im November 1998. Damit steigerte sich das Einkaufsvolumen um fast das Dreifache und durch die st\u00e4ndige Ausweitung des Warensortiments bei der GEPA und bei uns. Mehr Kunsthandwerk kam dazu, das wir dann regelm\u00e4\u00dfig, bis zur Schlie\u00dfung der Reg.-Stelle 2011, dort ausgew\u00e4hlt haben. F\u00fcr Lebensmittel wurde ein Lieferservice eingerichtet. Au\u00dfer bei GEPA wurde bei DWP eingekauft, die mit einem Verkaufsbus vorbei kamen.<br \/>\nMit der Er\u00f6ffnung des heutigen Ladens wurde unser kleiner Verkaufsbus verkauft und alle waren froh, jetzt nicht mehr bei Wind und Wetter, sondern in unserem sch\u00f6nen Laden verkaufen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Irmgard Betz : Dezember 1984, Impressionen vom Ladendienst<\/strong><\/p>\n<p>Der Tag ist tr\u00fcb, man braucht den ganzen Tag Licht und in gro\u00dfen nassen Flocken<br \/>\nschneit es den ganzen Tag. Ich habe Weltladendienst im 3.Weltladen im Gr\u00fcnen Turm<br \/>\nund komme mir vor wie ein T\u00fcrmer im Mittelalter. Unten k\u00e4mpfen sich die Autos durch<br \/>\nden Schneematsch, oben steht einsam und allein im Schein einer tr\u00fcben Lampe die<br \/>\nLadendienstlerin. Einnahmen nach meditativen drei Stunden: Null! Also noch ein<br \/>\nEigeneinkauf f\u00fcr 2.50 DM.<br \/>\nDer Verein zur Hilfe f\u00fcr die Dritte Welt gr\u00fcndet sich und wird Tr\u00e4ger des Weltladens.<br \/>\nEs muss sich was \u00e4ndern! Wenn die Kunden nicht in den Laden finden, muss der Laden eben<br \/>\nzu den Kunden kommen.<\/p>\n<p><strong>Dezember 1985<\/strong><br \/>\nFritz Blocher bastelt einen Bauchladen und &#8222;besucht&#8220; damit den B\u00f6blinger Weihnachtsmarkt<br \/>\nauf dem Marktplatz. Im n\u00e4chsten Jahr sind wir dann schon stundenweise mit einem Leiterwagen auf dem Weihnachtsmarkt und im Folgejahr teilen wir uns einen Stand mit Familie Cestari und deren selbstgemalten Bildern.<br \/>\nAb da konnten wir uns einen eigenen Stand leisten (die Stadt erlie\u00df uns dankenswerterweise<br \/>\ndie Standgeb\u00fchr) und diesen auch t\u00e4glich 8-10 Stunden besetzen mit \u00fcber 60 tempor\u00e4ren<br \/>\nMitarbeiterInnen. Es gab sehr kalte Winter und einmal hatten wir die Idee, unseren Honig<br \/>\nverkosten zu lassen mit Butter und Brot. Alles war tiefgefroren, der rechte Geschmack<br \/>\nkonnte sich eigentlich nicht entfalten, wir k\u00e4mpften mit klammen Fingern mit der Butter<br \/>\nund dem klebrigen Honig. Im Turm fror das Klo ein und taute sp\u00e4ter mit unangenehmen Folgen wieder auf.<\/p>\n<p><strong>Sommer 1989 ( ? )<\/strong><br \/>\nKauf eines alten VW-Campingbusses ohne synchronisierte G\u00e4nge, schwer zu fahren.<br \/>\nWir wollen damit auf den samst\u00e4glichen Wochenmarkt an der Pestalozzischule.<br \/>\nDas bedeutete, morgens fr\u00fch den Bus mit Waren beladen, Stand aufbauen und nach<br \/>\nBeendigung Bus wieder ausr\u00e4umen und zum Parkplatz am Haus der Begegnung fahren.<br \/>\nVermutlich 1992 Kauf eines kleinen Suzukibusses. Kurt und Gerda Ebbinghaus bauen<br \/>\nihn liebevoll zum Marktstand aus mit ausfahrbarer Markise &#8211; die allerdings bald<br \/>\ndarauf gestohlen wird.<br \/>\nDer Weltladenbus ist nun fester Bestandteil des B\u00f6blinger Wochenmarkts und die Rolle<br \/>\nals Marktfrau\/Mann macht eigentlich allen Spa\u00df, sommers wie winters.<br \/>\nAls Projekt haben wir einige Jahre die Hilfe f\u00fcr Haiti, das Lebenswerk von Paula Iten<br \/>\nvon der Bethlehem Mission in der Schweiz. In diesem Zusammenhang reise ich<br \/>\ngleich nach dem Sturz von Diktator Duvalier nach Haiti und besuche einige der<br \/>\nProjekte. Es treten Zweifel auf, ob die einheimischen\u00a0 Partner vor Ort und unsere Vorstellungen von nachhaltiger Hilfe zusammenpassen. In der Person von Paula Iten allerdings liegt eine gewisse Garantie f\u00fcr das Ankommen der Hilfe. Wir schlie\u00dfen uns kurz mit einer anderen Haitihilfsorganisation, die Werkst\u00e4tten einrichtet.<br \/>\nAls Verein m\u00fcssen wir j\u00e4hrlich eine Vollversammlung mit Wahl des Vorstandes etc. abhalten.<br \/>\nDiese weitet sich im Lauf der Jahre aus zu einem gemeinsamen Wochenende im Schwarzwald, ein Tag Mitarbeiterschulung, ein Tag Regularien und Gem\u00fctlichkeit. Silke Ederer bringt dazu einmal ihr eben geborenes Baby mit!<br \/>\nIch erinnere mich immer wieder sehr gerne an diese Wochenenden. Aber: Die Ums\u00e4tze im Gr\u00fcnen Turm sind trotz Wochen- und Weihnachtsmarkt bescheiden.<br \/>\nEs wird klar, wir brauchen einen anderen Laden. Wir schauen uns immer wieder diverse<br \/>\nLokalit\u00e4ten an, sie sind entweder zu gro\u00df oder zu klein oder zu abgelegen oder zu teuer.<br \/>\nSollen wir uns etwas teilen, z.\u00a0 B. mit dem eben entstehenden Tafelladen oder mit dem<br \/>\nSecond Hand der Diakonie? Also mit gammligen Salatk\u00f6pfen oder muffigen Kleidern?<br \/>\nEs findet sich keine Mehrheit.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich wird wieder einmal der Laden in der Stadtgrabenstrasse frei, der uns bis dahin<br \/>\nunerreichbar erschienen war wegen dem Preis. Der Arbeitskreis Dritte Welt steht vor<br \/>\nseiner gr\u00f6\u00dften Herausforderung. K\u00f6nnen und wollen wir uns das leisten? Passt das zur<br \/>\nIdee &#8222;Fairer Handel gegen die Armut in der Welt&#8220;? einige Mitglieder k\u00f6nnen das nicht<br \/>\nmittragen und verlassen darauf den AK.<br \/>\nMit Fritz Blochers B\u00fcrgschaft bez\u00fcglich der Miete trauen wir uns, richten den gro\u00dfen<br \/>\nRaum mit gebrauchten Regalen eines Fabriklagers und viel Eigenleistung auch der<br \/>\nzugeh\u00f6rigen Ehem\u00e4nner ein. Wir nehmen die Produkte der Altdorfer M\u00fchle dazu, um<br \/>\nneue Kundenkreise anzuwerben. Im AK wird heftig diskutiert: Fairer Handel und<br \/>\nM\u00fchle aus Altdorf&#8230;&#8230;?<br \/>\nWir sind nun ein kleines Unternehmen und m\u00fcssen die Aufgabengebiete noch mehr<br \/>\nverteilen. Die Waren m\u00fcssen zum gro\u00dfen Teil immer noch im Zentrallager der Gepa geholt<br \/>\nwerden. Bei steigendem Umsatz wird das immer wieder schwieriger. Ursel Weste managt die Gepa, Uschi Werner bestellt bei dwp Ravensburg, ich die M\u00fchlenprodukte, die von Herrn Schwertschik geholt werden. Es gibt Zust\u00e4ndigkeiten f\u00fcr die Buchhaltung und die Gegenpr\u00fcfung, f\u00fcr die Schaufenstergestaltung und \u00d6ffentlichkeitsarbeit. Letzteres ist haupts\u00e4chlich Fritz Blochers Aufgabengebiet.<\/p>\n<p>Im gro\u00dfen Laden finden nun immer wieder Themenabende statt, Vortr\u00e4ge, kleine Konzerte, Verkostungen und sonstige Auff\u00fchrungen.<br \/>\nBekannte Pers\u00f6nlichkeiten aus Politik, Kirche etc. werden zu Samstagsgespr\u00e4chen<br \/>\nmit unseren Kunden in den Laden eingeladen. Schulklassen finden den Weg mit ihren Lehrern, \u00e4ltere Sch\u00fcler machen ein Praktikum bei uns oder wir gehen in die Schulen und erkl\u00e4ren die Zusammenh\u00e4nge und Ungerechtigkeiten im Welthandel.<br \/>\nAls ich im Jahr 2002 aus der Weltladenarbeit\u00a0 ausschied, bestand kein Zweifel mehr daran, dass das Wagnis mit dem neuen Laden gegl\u00fcckt war.<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_empty_space][vc_column_text]<\/p>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none\">\n<ul>\n<li>\n<h2><strong>Wir \u00fcber uns<\/strong><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Fairer Handel ist wirkungsvolle Entwicklungspolitik und wird daher vom Bundesministerium f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gef\u00f6rdert. Er bietet den Entwicklungsl\u00e4ndern Hilfe zur Selbsthilfe. Kleinbauern und Produzenten schliessen sich zu Produzentengruppen zusammen und nehmen als basisdemokratisch organisierte Genossenschaften am Fairen Handel\u00a0 teil. Sie erhalten mehr Geld f\u00fcr ihre Produkte als auf dem Weltmarkt und zus\u00e4tzlich einen FairTrade Aufschlag. Dadurch k\u00f6nnen sie in ihre wirtschaftliche und soziale Existenz investieren. Auf diese Weise werden sie schrittweise in den Weltmarkt integriert.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>\n<div class=\"KeinLeerraum\">\u00a0Jeder Weltladen hat sich diesem entwicklungspolitischen Prinzip angeschlossen.<\/div>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<div class=\"KeinLeerraum\">Der Weltladen B\u00f6blingen existiert schon seit \u00fcber 25 Jahren, zun\u00e4chst einmal im \u201eGr\u00fcnen Turm\u201c und dann in der Stadtgrabenstrasse 27 in B\u00f6blingen.<\/div>\n<\/li>\n<li>Seit Anfang September 2018 ist er auf dem Postplatz 10 in 71032 B\u00f6blingen.<\/li>\n<li>\n<div class=\"KeinLeerraum\">Er ist zu einem festen Bestandteil der B\u00f6blinger Innenstadt geworden.\u00a0 Hier sind ca. 30 Mitarbeiter-innen ehrenamtlich t\u00e4tig , \u00a0z.B. im Wareneinkauf, Schaufensterdekoration, \u00d6ffentlichkeitsarbeit und weiteren Funktionen.<\/div>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"KeinLeerraum\">Getragen wird der Weltladen vom <em>Arbeitskreis Dritte Welt\u00a0 B\u00f6blingen e.V.<\/em><\/p>\n<p class=\"KeinLeerraum\">Die derzeitigen Vorst\u00e4nde sind:<\/p>\n<p class=\"KeinLeerraum\" align=\"center\">Silke Ederer<\/p>\n<p class=\"KeinLeerraum\" align=\"center\">Christa Gau\u00df<\/p>\n<p class=\"KeinLeerraum\" align=\"center\">Kurt Gaiser<\/p>\n<p class=\"KeinLeerraum\">Der <em>Arbeitskreis<\/em> ist au\u00dferdem bestrebt durch Vortr\u00e4ge und Ausstellungen<\/p>\n<p class=\"KeinLeerraum\">auf die Situation in der sog. Dritten Welt aufmerksam zu machen.<\/p>\n<p class=\"KeinLeerraum\">Jeder der im Weltladen einkauft unterst\u00fctzt somit unser Anliegen.<\/p>\n<p class=\"KeinLeerraum\" align=\"center\">Der Weltladen B\u00f6blingen befindet sich<\/p>\n<p class=\"KeinLeerraum\" align=\"center\">auf dem<\/p>\n<p class=\"KeinLeerraum\" align=\"center\">Postplatz 10<\/p>\n<p class=\"KeinLeerraum\" align=\"center\">\u00a071032 B\u00f6blingen<\/p>\n<p class=\"KeinLeerraum\" align=\"center\">Tel 07031-224100<\/p>\n<p class=\"KeinLeerraum\" align=\"center\">\n<p><strong>Wir suchen<\/strong> Menschen, die Lust haben, sich ehrenamtlich f\u00fcr eine offene, transparente, \u00f6kologische und nachhaltige Form des Wirtschaftens zu engagieren. Ob im Verkauf, der Informations- oder Bildungsarbeit &#8211; die M\u00f6glichkeiten, in unserem Team mitzumachen sind vielf\u00e4ltig und lassen sich bestimmt auch in Deinen Alltag integrieren! Neben regelm\u00e4\u00dfigen Aufgaben gibt es bei uns auch immer wieder einzelne zeitlich befristete Projekte, f\u00fcr die wir Unterst\u00fctzer\/innen suchen. Viele Aufgaben erfordern keine speziellen Vorkenntnisse, sondern nur Deine Bereitschaft, Deine F\u00e4higkeiten einzubringen und eventuell in neuen Bereichen dazuzulernen.<\/p>\n<p><strong>Wir bieten<\/strong> ein nettes Team aus Engagierten mit vielf\u00e4ltigen M\u00f6glichkeiten, sich selbst einzubringen. Eine Gemeinschaft, die Dich herzlich aufnimmt, einarbeitet und bei Fragen zur Verf\u00fcgung steht. Fortbildungsm\u00f6glichkeiten nach Deinen Interessen und Aufgaben.<\/p>\n<p><strong>Ansprechpartner\/in:<\/strong><br \/>\nVorname Name<br \/>\nKontaktdaten<\/p>\n<p><strong>Wir freuen uns auf Dich!<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhaltsverzeichnis: \u00a0 Bilder in chronologischer Reihenfolge, sofern bekannt &nbsp; Fritz Blocher: Geschichte des B\u00f6blinger Weltladens \u2013 ein \u00dcberblick Udo Freier:\u00a0 Interview mit Gisela Blu Von der Gr\u00fcndung des \u00a0Arbeitskreises Dritte Welt 1971 bis 1979 Karl-Heinz M\u00fcnch: Vom \u201eArbeitskreis Dritte Welt\u201c 1979 zum Weltladen Fritz Blocher: Festschrift zum 25j\u00e4hrigen Bestehen des Weltladens vom 18. 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